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Helmut Kohl warnt nach Brexit: "Wir müssen einen vernünftigen Weg finden"

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HELMUT KOHL
Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl | Ralph Orlowski / Reuters
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  • Altkanzler Kohl mahnte europäische Politiker nach dem Brexit nicht überstürzt zu reagieren
  • Die EU dürfe Großbritannien nicht die Tür zuschlagen

Noch immer sind die direkten politischen Folgen des Brexit schwer zu überblicken. Eine Woche nach dem Eu-Referendum hat Altkanzler Helmut Kohl vor einer überhasteten Reaktion gewarnt. Es gelte, einen vernünftigen Weg im Umgang mit dem Referendum der Briten zu finden, sagte Kohl der "Bild"-Zeitung.

Von EU-Seite jetzt die Türen zuzuschlagen, wäre ein Riesen-Fehler. Das Wichtigste: Das Land müsse selbst entscheiden, was es wolle, so Kohl.

Kohl: "Kein vereinheitlichtes Europa"

Vergangenen Donnerstag hatten rund 52 Prozent der britischen Wähler für einen EU-Austritt gestimmt. Bisher lässt die Regierung in London offen, wann sie das EU-Austrittsverfahren anschieben will. Mehrere Teilnehmer des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs verlangten von Großbritannien, dies zügig zu tun.

Kohl mahnte in der "Bild", Europa müsse eine Atempause einlegen, einen Schritt zurückgehen und dann langsam zwei Schritte vorangehen - in einem Tempo, das mit den Mitgliedstaaten machbar sei.

Er plädierte zugleich erneut dafür, die nationalen und regionalen Eigenständigkeiten und Identitäten der einzelnen Mitgliedstaaten stärker zu achten und im Miteinander auch wieder mehr Respekt vor der Geschichte und Befindlichkeit des anderen zu haben. Man dürfe ein geeintes Europa nicht mit einem vereinheitlichten Europa verwechseln.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.