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Diese Frau hat die besten Chancen, Camerons Nachfolgerin zu werden

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THERESA MAY
LONDON, ENGLAND - JUNE 27: Home Secretary Theresa May arrives for a cabinet meeting at Downing Street on June 27, 2016 in London, England. British Prime Minister David Cameron is due to chair an emergency Cabinet meeting this morning, after Britain voted to leave the European Union. Chancellor George Osborne spoke at a press conference ahead of the start of financial trading and outlining how the Government will 'protect the national interest' after the UK voted to leave the EU. (Photo by Dan | Dan Kitwood via Getty Images
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  • Heute läuft die Frist für die Bewerbung für den Parteivorsitz der britischen Tories ab
  • Der oder die neue Vorsitzende wäre gleichzeitig auch britischer Premieminister
  • Innenministerin Theresa May hat bekanntgegeben, dass sie kandidieren will
  • Boris Johnson hat allerdings noch kein Statement abgegeben

Nach dem Rücktritt des britischen Premierministers David Cameron hat die britische Innenministerin Theresa May ihre Kandidatur für die Nachfolge des scheidenden Premierministers David Cameron verkündet.

In einem Gastbeitrag für die Zeitung "The Times" erklärte sie kurz vor Ablauf einer Frist am Donnerstagmittag ihre Bewerbung für den Parteivorsitz der konservativen Tories - im Erfolgsfall wäre ihr damit auch der Aufstieg zur Regierungschefin faktisch nicht zu nehmen.

Johnson soll Politik für "ein Spiel" halten

In dem Artikel, der in der Nacht zum Donnerstag online veröffentlicht wurde, stichelt die 59-Jährige unterschwellig gegen ihren mutmaßlich härtesten Rivalen Boris Johnson - der seine Kandidatur noch nicht erklärt hat - und dessen privilegierten Hintergrund.

So distanziert sich May von Politikern, die die Härten des Lebens nicht kennen und das Regierungsgeschäft für "ein Spiel" halten würden.

Johnson will die Entscheidung über eine mögliche Kandidatur heute um 11.30 Uhr bekannt geben. Warum er das so kurz vor dem Ablauf der Frist am Mittag tun will, ist nicht bekannt. Nach dem Brexit-Votum war er in die Kritik geraten.

Vor dem historischen Brexit-Referendum stand May zwar auf der Seite Camerons und seines Pro-EU-Lagers, zugleich bewahrte sie aber ihre EU-kritische Grundhaltung und hielt sich aus den Querelen innerhalb der gespaltenen Partei weitgehend heraus.

Neben May haben bislang nur Außenseiter Stephen Crabb und Ex-Verteidigungsminister Liam Fox ihre Kandidatur erklärt.

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