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Nach Wirbel um angebliche Mega-Gehälter von Scholl und Kahn: Auch "Bild" enthüllt nun Zahlen

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MEHMET SCHOLL
Boris Streubel via Getty Images
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  • Derzeit wird über die Gehälter der TV-Fußballexperten Mehmet Scholl und Oliver Kahn spekuliert
  • Am Dienstag berichtete ein Branchendienst von horrenden Summen, die Ex-Nationalspieler dementierten
  • Die "Bild" veröffentlichte nun neue Zahlen, allerdings ohne eine Quelle zu nennen

Wie viel verdienen die TV-Fußballexperten Mehmet Scholl und Oliver Kahn wirklich? Darüber wird derzeit heftig gerätselt. Der Branchendienst "kress pro" berichtet über eine Millionengage.

1,6 Millionen soll Scholl von öffentlich-rechtlichen Sendern pro Jahr demnach kassieren. Kahn bekomme „ebenfalls siebenstellig im Jahr überwiesen“.

Bei der Fußball-EM in Frankreich, wo beide derzeit tätig sind, wären nach diesen Informationen 50.000 Euro pro Einsatz fällig.

Neue Zahlen sollen Aufschluss über Gehälter bringen

Kahn und Scholl reagieren empört auf die Meldung. Kahn spricht von einer "eklatanten Falschmeldung", auch Scholl und die TV-Sender dementieren scharf. Und Robert Niemann, der für Oliver Kahns Vermarktung zuständig ist, hatte auf Anfrage der Huffington Post gesagt: "Die Zahlen sind für uns nicht nachvollziehbar."

Nun kursieren neue Zahlen: Wie die "Bild" berichtet, bezieht Scholl rund 250.000 Euro Grundgehalt pro Jahr, dazu gäbe es eine Vergütung nach Einsätzen. Im Maximalfall winken dafür 50.000 Euro.

2016 kommentierte Scholl 15 Partien. Am Ende des Jahres könnte er so auf rund 800.000 Euro kommen, berechnet die Zeitung. "Bild" kommt damit jedoch nur auf die Hälfte der von "kress" genannten Summe für ein Jahr.

Auch Kahns Salär soll in diesem Bereich liegen.

Andere Experten verdienen scheinbar wesentlich weniger

Zum Vergleich: Simon Rolfes, Holger Stanislawski, Sebastian Kehl oder Lutz Pfannenstiel liegen pro ZDF-Einsatz zwischen 2.500 und 3.000 Euro, berichtet "Bild".

"Bild" verschweigt jedoch, worauf das Blatt seine Zahlen stützt.

Zu der Tätigkeit aller Experten zählt allerdings nicht nur die Analysen rund um das Spiel, sondern auch die Vor- und Nachbereitung des Spieltags. Kahn und Scholl seien an Spieltagen laut "Bild" neun bis zehn Stunden im Einsatz.

Mit Material dpa

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