Huffpost Germany

Homophobie hinter der Kamera: So geht es im deutschen Fernsehen wirklich zu

Veröffentlicht: Aktualisiert:
HARALD SCHMIDT
Harald Schmidt (Moderator), Gala 'ProSieben Sat.1 Summertime 2011', Alte Kongresshalle, München, Bayern, Deutschland, Europa, roter Teppich, Grimasse, Sponsorenwand, Promi, 100193, NB, ; P.-Nr.: 1197/2011, 20-.07.2011; Foto: P.Bischoff; Jegliche Foto-Nutzung (Veröffentlichung - Print + Online - , Ausstrahlung, Layout etc.) nur gegen Honorar (lt. MFM-Empfehlungen) gemäß unseren AGB's !; (Photo by Peter Bischoff/Getty Images) | Peter Bischoff via Getty Images
Drucken

In einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin "Der Stern" hat die erfolgreiche TV-Moderatorin Bettina Böttinger offen über Homophobie und Mobbing am Arbeitplatz gesprochen. Sie sagte, sie hätte sich jahrelang mit einem gezielten "Bashing" gegen ihre Sexualität auseinandersetzen müssen.

"Das war ganz klar homophob", erinnerte sich die Moderatorin. Besonders das Arbeitsklima bei ihrem Haussender "WDR" sei oftmals angespannt gewesen. Einzelne Kollegen sollen sich ihr gegenüber feindselig verhalten haben: "Ich habe mitbekommen, dass ein Kollege von mir nur als 'Herr Böttinger' sprach."

Was die sexuelle Orientierung betrifft, ist die deutsche Gesellschaft heutzutage zwar deutlich liberaler, allerdings scheint Diskriminierung, auch hinter den schillernden Kulissen von Funk und Fernsehen, immer noch ein Thema zu sein.

Doch nicht nur die Kollegen beim "WDR" rügt Böttinger für ihr intolerantes Verhalten. Über den prominenten Entertainer Harald Schmidt sagt sie dem "Stern" offen: "Schmidt ist kein besonders liberaler Mensch, sondern im Grunde genommen konservativ bis hin zur Homophobie." Schmidt outete die Moderatorin 1995 öffentlich im Fernsehen als homosexuell.

Auf Nachfrage des "Sterns" äußerte sich der WDR lediglich ausweichend: "Bettina Böttinger ist eine der besten Moderatorinnen des WDR Fernsehens. Sie erfährt in unserem Haus eine sehr große Wertschätzung, wie Sie es im Interview des Stern ja auch selbst beschreibt."

Die Produktionsfirma der "Harald Schmidt" Show"Bonito", war am späten Mittwochnachmittag für eine Stellungnahme der Huffington Post nicht zu erreichen.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.