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Eine junge Frau bekam Hausverbot in einem Bonner Café, weil sie die Windeln ihres Babys wechselte

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MOTHER BABY CAFE
Four infants | Joos Mind via Getty Images
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Rechtfertigt das Wechseln von Windeln ein Hausverbot? Ein Ehepaar wickelte sein Baby in einem Bonner Café und wurde daraufhin von den Besitzern aufgefordert, die Örtlichkeiten zu verlassen.

Sie seien immer noch geschockt, dass sie aufgrund solch eines natürlichen Vorgangs ein Café verlassen mussten, sagte die Mutter Petra N. dem "General Anzeiger". Hinzu kommt, dass sich die Eltern mit Freunden in dem besagten Café treffen wollten und es sogar zu ihren Stammlokalen gehöre.

Die Besitzer des Cafés sehen das natürlich anders. Es hätten sich vereinzelt Gäste beschwert und einige seien sogar schon gegangen, sagte die Besitzerin empört auf Nachfrage des Blattes.

Besitzerin: "Keine dreckigen Windeln neben frisch gebackenen Torten"

"Die Mutter ist uns schon öfter durch Stillen und Windel wechseln ihres Kindes aufgefallen, aber wir haben nie etwas gesagt. Als sich Gäste aber beschwerten, mussten wir handeln. Wir haben einen sehr hohen Anspruch an Qualität und Hygiene. Es ist für uns nicht vertretbar, dass neben frisch gebackenen Torten dreckige Windeln gewechselt werden", begründete die Besitzerin den Verweis.

Ein heikles Thema. Auf der einen Seite stehen die Gastronomen, die sich um unhygienische Zustände und Kundenverlust sorgen und auf der anderen Seite sind die Eltern, welche sich missverstanden fühlen und geschockt sind, weil sie ihre Kinder nicht da versorgen können, wo sie es wollen.

Petra N. will den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen und hat nun die örtliche Kinder- und Jugendbeauftragte eingeschaltet. “Das Hausverbot ist wirklich ein tiefer Einschnitt in unser soziales Leben. Wir sind damit ein Stück aus dem öffentlichen Raum verdrängt worden”, sagt sie.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

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