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Eine schwangere Frau stirbt - nach 107 Tagen gelingt den Ärzten ein medizinisches Wunder

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MUTTER
Eine schwangere Frau stirbt - was Ärzte daraufhin beschließen, bewegt die ganze Welt. | Gettystock/Facebook
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Die Portugiesin Sandra Pedro ist tot - doch in ihrem Bauch ist trotzdem neues Leben herangewachsen. Die 37-Jährige war oft krank. Lungenentzündungen, chronische Herzprobleme und ein Nierentumor sind lediglich einige der Krankheiten, gegen die sie kämpfte.

Anfang des Jahres, am 20. Februar, ging sie wegen hämmernder Kopfschmerzen in ein Krankenhaus in Lissabon. Kurze Zeit später verfiel Pedro ins Koma. Die Ärzte konnten nur noch ihren Hirntod feststellen.

Die Ärzte wollen den Körper der Mutter weiter am Leben erhalten

Bei anschließenden Tests stellten die Ärzte fest, dass der Embryo im Bauch der 37-Jährigen noch lebte. "Wir wussten, dass sie schwanger war, aber dann bemerkten wir, dass das Baby am Leben war und sie nicht mehr. Es war ein großer Schock", sagte Susana Alfonso, eine der betreuenden Ärzinnen der britischen Tageszeitung "The Mirror".

Die Mediziner beschlossen, das Ungeborene zu retten: Sie wollten die Körperfunktionen der Mutter mit Maschinen weiter aufrechterhalten, damit das Baby im Bauch weiterleben konnte.

80 Ärzte und Pfleger kümmern sich um Mutter und Kind

Während die Ärzte sicherstellten, dass das Kind versorgt wurde, massierten die Pfleger Pedros Bauch, sprachen mit dem Baby und spielten ihm klassische Musik vor. "Ihm hat das Singen am besten gefallen, da hat er sich am meisten bewegt. Wir sangen Lieder, die wir aus unserer Kindheit kannten“, sagte Nuno Camilo, einer der Pfleger, dem "Mirror".

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Nach 107 Tagen kam der kleine Junge Lourenco zur Welt - nur seine Mutter konnte seine Geburt nicht mehr miterleben. Die Pfleger erzählten: "Wir waren alle begeistert und haben geweint. Wir haben viel darüber geredet und gesagt, dass sie buchstäblich ihrem Sohn das Leben gegeben hat. Ihre Seele steckt in ihm.“

Nach der Geburt wurden die Maschinen von Sandra Pedro abgestellt. Am nächsten Tag wurde sie beerdigt. Der kleine Lourenco entwickelt sich gut – er schreit nicht viel und wird mit gespendeter Muttermilch gefüttert, wie sein Vater berichtete.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

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Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

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(lm)