Huffpost Germany

Deutsche Politiker stellen Anzeige gegen Erdogan

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ERDOGAN
Erdogan und andere türkische Offizielle wurde angezeigt | Murad Sezer / Reuters
Drucken
  • Deutsche Politiker stellen Strafanzeige gegen Erdogan
  • Sie beziehen sich auf Vorfälle in den kurdischen Gebieten

Es soll ein Zeichen gegen Erdogan sein: Politiker, Aktivisten und Prominente haben den türkischen Staatschef wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angezeigt. Das berichtet "Tagesschau.de".

Sie beziehen sich auf Vorfälle in den kurdischen Gebieten im Südosten der Türkei. Neben Erdogan sind auch weitere Politiker und Offizielle angezeigt. Gestellt haben die Anzeige unter anderem die Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke und Andrej Hunko von der Linkspartei sowie der Künstler Konstantin Wecker.

Anzeige wegen "systematischen Kriegsverbrechen"

Die Rechtsanwältinnen Britta Eder und Petra Dervishaj sagten gegenüber "Tagesschau.de", ihre Mandanten hielten es für eine ethische Verpflichtung, "die systematischen Kriegsverbrechen in der Türkei hier in der Bundesrepublik zur Anzeige zu bringen."

Laut Bericht soll die Anzeige heute bei der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe eingereicht werden. Sie erfolgt im Namen von Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Menschenrechtlern, Ärzten, Prominenten und Wissenschaftlern sowie Angehörigen von Opfern.

Dazu passt: Bizarrer Rechtsstreit: Türke vergleicht Erdogan mit Gollum


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

Auch auf HuffPost:

So deutlich wie Martin Schulz hat noch kein deutscher Spitzenpolitiker Erdogan kritisiert

(lk)