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Tierschützer täuschen Tod eines Hundes vor, um ihn vor seinem grausamen Besitzer zu retten

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Wenn man der kleinen Hundedame Lucy heute begegnet, sieht man einen verspielten Hund, der aufgeregt mit dem Schwanz wedelt.

Doch so unbeschwert und glücklich war Lucy nicht immer. Man sieht ihr den Schmerz und die Qualen der langen Reise nicht an, die sie ertragen musste, um ihrem gewalttätigem Herrchen zu entkommen. Ihre Retterin musste sogar Lucys Tod vortäuschen.

Der Pitbull reiste von Ägypten bis in die USA

Lucus Rettungsreise führte sie von Ägypten bis nach Philadelphia – trotz eines gebrochenen Kiefers.

Um endlich ein neues und liebevolles Zuhause für das Hundemädchen zu finden, hat sich die gemeinnützige Organisation "Special Needs Animal Rescue and Rehabilitation" (SNARR) mit international engagierten Tierschützern zusammengetan.

im Oktober letzen Jahres erhielt SNARR die Nachricht einer Schwesternorganisation in Ägypten, mit der dringlichen Bitte um Hilfe.

Ein Pitbull-Welpe sei von seinem Besitzer so hart geschlagen worden sein, dass sein Kiefer gebrochen wäre. Außerdem habe das Pittbull-Mädchen Parasiten am Körper und leide an Infektionen.

Die Organisation wollte den Hund retten, jedoch standen sie vor dem Problem, dass der Besitzer gleichzeitig auch der Eigentümer der Häuser war, in denen die Tierschützer arbeiteten.

Geheimer Rettungsplan für den Welpen

Der Mann wollte den Welpen partout nicht weggeben, deshalb tüftelten die Tierschützer an einem Plan, um den Hund zu retten und gleichzeitig ihren Mietvertrag zu behalten.

Sie kontaktierten SNAAR in Philadelphia und vereinbarten, dass ein freiwilliger Helfer den Hund mit nach New York nehmen sollte. Um den kleinen Hund aus den Fängen des Besitzers zu befreien, warteten sie, bis dieser das Haus verlassen hatte, schnappten sich die kleine Hundedame und transportierten sie nach New York.

Dem Mann erzählten sie später, dass der Hund tot sei.

“Der Besitzer fragte nie wieder nach dem Hund, anscheinend war es ihm egal, welches Schicksal den armen Welpen ereilte “, sagte Sarah Connellly von SNAARR der Huffington Post

Nachdem Lucy in Philadelphia angekommen war, war ihr Zustand zunächst sehr kritisch. Sie hatte Angst vor jedem, der sich ihr näherte. Ihr Kiefer war gebrochen und ihre Haut entzündet. “Es war so schlimm, das wir ihr Suppe verabreichen mussten, damit sie es wenigstens mit der Zunge zu sich nehmen konnte”, so Connelly.

Auch das Veterinäramt bestätigte Lucys schlimme Vergangenheit. Ihr Kiefer war in zwei Teile gebrochen. Wahrscheinlich durch Einwirkung von stumpfer Gewalt, wie etwa einem Ziegelstein.

Glücklicherweise kann sie nun wieder ein unbeschwertes Hundeleben führen. Nach zahlreichen Operationen und Behandlungen mit Medikamenten lebt sie nun bei einer Art Pflegefamilie mit drei Kindern.

Was sie früher nicht erfahren durfte, bekommt sie jetzt im Überfluss: Liebe und Fürsorge.

Ein liebevolles Zuhause für Lucy

Lucy ist ein sehr verspielter und schmusebedürftiger Hund. Allerdings ist sie gegenüber fremden Personen, speziell Männern, zurückhaltend und schüchtern. Doch wenn sie sich erstmal an eine Person gewöhnt hat, ist sie laut Connelly "der netteste Hund, den man je getroffen hat". Ihre Retter nennen sie liebevoll “Licky Lou”.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Huffington Post USA und wurde von Julia Kretschmer aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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(lm)