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Diese Frau überlebte als einzige einen Flugzeugabsturz - das hat sie gerettet

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SURVIVANTE AVION
Annette Herfkens überlebte einen Flugzeugabsturz | DR
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Im Moment der schockierendsten Erkenntnis ihres Lebens liegt Annette Herfkens reglos auf dem Boden des vietnamesischen Dschungels. Die Vögel zwitschern, die Sonne strahlt durch das Blätterdickicht. „Alle sind tot. Alle, außer mir“, denkt sich die Niederländerin. Unter den Toten ist auch ihr Verlobter.

Herfkens hat wie durch ein Wunder vor 24 Jahren einen Flugzeugabsturz überlebt. Wie, das berichtet sie jetzt in ihrem Buch "Der Tropfen, der mich zur Quelle führte" (das Buch könnt ihr auch hier bei Amazon kaufen).

Herfkens und ihr Verlobter planten damals einen Wochenendausflug an die vietnamesische Küste. Mit dem Flugzeug sollte es von der größten Stadt Vietnams, Ho-Chi-Minh-City, nach Nha Trang gehen. Gemeinsam mit 22 weiteren Passagieren und drei Stewardessen bestieg das Paar eine Jakowle Jak-40, ein Kurzstreckenflugzeug aus sowjetischer Produktion.


(Das war die Route, die der Unglücksflieger nehmen sollte)

Das Flugzeug zerschellte am Felshang

Auf der einstündigen Strecke geriet die Maschine aber in heftige Turbulenzen. Wie eine Untersuchungskommission später herausfand, soll der Pilot einen Navigationsfehler begangen haben. Mit 500 Stundenkilometern prallte die Maschine gegen einen Berg und verlor einen Flügel.

Herfkens war nicht angeschnallt und das rettete ihr vermutlich das Leben.

"Ich flog von meinem Sitz, krachte durch die Kabine wie ein einsames Wäschestück in einem Trockner, schlug mit Kopf und Gliedmaßen gegen die Decke, gegen Gepäckfächer und Sitze. Irgendwann muss ich gelandet und mit den Füßen zuerst unter einen Sitz gerutscht sein. Dort blieb ich stecken, und das schützte mich vor dem zweiten stärkeren Aufprall, bei dem das Flugzeug in drei Teile zerbrach", schreibt sie in ihrem Buch.  

Überlebenskampf im Dschungel

Die Bankerin verlor das Bewusstsein und wachte im Dschungel wieder auf. Ihr Verlobter saß immer noch angeschnallt tot in seinem Sitz. Annette hatte schwere Verletzungen. Aus dem Schienbein ragte der Knochen zehn Zentimeter heraus. An ihren Händen setzten sich Blutegel fest. Sie konnte sich nicht bewegen.

Nach einigen Stunden hörten auch die letzten Überlebenden auf zu wimmern, wie sie schreibt. Ihr wurde bewusst, dass sie als einzige den Absturz überlebt hatte.

Nach acht Tagen wurde sie gerettet

Dann kam der Durst. Um ihn und den Horror um sie herum zu verdrängen, versuchte sie, an ihre Arbeit zu denken. Am dritten Tag regnete es endlich. Gierig hielt sie ihren Mund auf, um ein paar Tropfen aufzufangen. Mit einem Stück Plastik konnte sie endlich größere Mengen Wasser auffangen. Am achten Tag nach dem Absturz wurde sie von Vietnamesen gerettet.

"Noch Jahre lang danach trug ich immer eine Flasche Wasser bei mir", schreibt sie in ihrem Buch. Natürlich taugt Herfkens' Geschichte nicht dazu, gegen das Anschnallen im Flugzeugen zu argumentieren. Vielmehr zeigt die Geschichte, dass manchmal nur Zufälle über Leben und Tod bestimmen.

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(ben)