Huffpost Germany

"Freundliche Beziehungen wiederherstellen": Erdogan bittet Putin um Verzeihung

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ERDOGAN PUTIN
Ist die Eiszeit zwischen ihren Ländern bald beendet? | Osman Orsal / Reuters
Drucken
  • Die Türkei bemüht sich um eine Annäherung an Russland
  • Sieben Monate nach dem Abschuss eines russischen Jets hat sich Erdogan bei den Hinterbliebenen des Piloten entschuldigt

Die Beziehung zwischen der Türkei und Russland war monatelang eisig. Jetzt bahnt sich eine Entspannung an - dank einer ungewohnt versöhnlichen Geste des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Sieben Monate nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets hat sich Erdogan bei den Hinterbliebenen der Piloten entschuldigt. Erdogan habe seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin einen entsprechenden Brief geschickt, teilte Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin am Montag mit.

"Mögen sie uns verzeihen"

In dem Schreiben habe Erdogan bekundet, er wolle "die Familien der verstorbenen russischen Piloten darüber informieren, dass ich ihren Schmerz teile, und ihnen mein Beileid ausdrücken. Mögen sie uns verzeihen".

In dem Schreiben habe Erdogan gegenüber Putin außerdem sein «Bedauern» über den Abschuss des Kampfjets im syrischen Grenzgebiet Ende November ausgedrückt.

Die "traditionell freundlichen Beziehungen" wiederherstellen

Erdogan habe Putin dazu aufgerufen, die "traditionell freundlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Russland wiederherzustellen."

Kalin verkündete weiter: "Wir sind erfreut, mitzuteilen, dass die Türkei und Russland übereingekommen sind, ohne Verzögerung die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die bilateralen Beziehungen zu verbessern".

Auch auf HuffPost:

So deutlich wie Martin Schulz hat noch kein deutscher Spitzenpolitiker Erdogan kritisiert


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.