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Nach Brexit-Referendum: Britischer Topmanager fordert Wahlpflicht

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MARTIN SORRELL
Martin Sorrell fordert die Einführung der Wahlpflicht | Peter Nicholls / Reuters
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  • Nach dem Brexit-Referendum fordert ein britischer Topmanager die Einführung der Wahlpflicht
  • Wer nicht wählen geht, solle bestraft werden, sagte Martin Sorrell
  • Den Ausgang der Abstimmung bezeichnete der Vorstandsvorsitzender des Werbekonzerns WPP als ein "Desaster"

Martin Sorrell gilt als einer der führendsten Manager Großbritanniens. Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" fordert der Vorstandsvorsitzende des Werbekonzerns WPP als Konsequenz aus dem Brexit-Votum die Einführung einer allgemeinen Wahlpflicht.

"Wenn jemand nicht wählen geht, sollte er bestraft werden"

„Die Wahlbeteiligung sollte bei 100 Prozent liegen. Wenn jemand nicht wählen geht, sollte er bestraft werden", sagte er. Ein Beschluss von derartiger Tragweite wie jener über die EU-Mitgliedschaft dürfe nicht mit einer Wahlbeteiligung von nur 72 Prozent getroffen werden.

WPP ist der größte Werbekonzern der Welt. Zu der Gruppe mit Sitz in London gehören Agenturen wie Ogilvy und der Marktforscher TNS.

Der 71 Jahre alte Sorrell ist der bestbezahlte Manager in Europa. Er bekam im vergangenen Jahr dank hoher Boni rund 70 Millionen Pfund.

Das Referendum sei ein "Desaster"

Sorrell, dessen Großeltern aus Osteuropa nach Großbritannien eingewandert sind, hält die Entscheidung der Briten für ein „Desaster“.

Er geht davon aus, dass auf das Referendum nun auch der Austritt folgt. „Ich bezweifle, dass es einen Weg zurück gibt“, erklärte er.

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(jkl)