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Diese Frau schwebte in Lebensgefahr - und ihr Chef feuerte sie einfach

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ANAPHYLEPTISCHER SCHOCK
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Die Reaktion des menschlichen Körpers auf eine Allergie umfasst ein breites Spektrum von Symptomen. Zum Glück äußert sie sich meistens nur durch lästiges Niesen oder harmloses Jucken der Haut. Doch machmal kann eine Allergie tödlich sein. Ein anaphylaktischer Schock ist sehr gefährlich und muss sofort behandelt werden.

Im Falle von Danielle Duperreault aus Kanada kam die Hilfe fast zu spät.

Niemand leistete erste Hilfe

Die junge Angestellte eines Kleidungsgeschäfts kam mit einer roten Paprika in Kontakt – Duperreault reagiert hochallergisch auf das Gemüse. Ihre Luftröhre war sofort angeschwollen und sie litt an Atemnot durch die Schwellung der Luftröhre - die allergische Reaktion kostete sie fast das Leben.

In ihrer Panik, bat sie den Filialleiter um Hilfe. Dieser reagierte jedoch genervt und blieb sogar seelenruhig am Computer sitzen. Er weigerte sich, den Notarzt zu rufen.

Duperreaults Zustand verschlechterte sich von Minute zu Minute. Auch die anwesenden Passanten wurden hysterisch – holten aber keine Hilfe.

Erneuter Schock: fristlose Kündigung

Als sich ihre geschwollene Kehle immer weiter zuschnürte, kam endlich eine befreundete Kollegin und brachte sie ins Krankenhaus. Dort erhielt sie von ihrem Chef per SMS die unglaubliche Nachricht, dass sie gekündigt sei.

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Schockiert über diese Reaktion, postete sie auf Facebook ein Bild der SMS mit der Überschrift:

"Ihr denkt sicher alle, ich sei gefeuert worden, weil ich meine Arbeit nicht gut gemacht habe. Aber ich hatte eine allergische Reaktion. Wenn ich weiter gearbeitet hätte, wäre ich jetzt tot".

Angesichts dieser schockierenden Reaktion und der traurigen Gewissheit, dass die Bereitschaft und das nötige Wissen, um Erste Hilfe zu leisten, bei einigen Menschen nicht sehr ausgeprägt zu sein scheint, forderte Danielle die Internet-Community auf, ihren Post zu teilen und darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, im Notfall zu helfen.

So postete sie den Link zur Anleitung der Benutzung des lebensrettenden Epi Pens.

Ein Epi Pen injiziert das Hormon Adrenalin in den Körper, um die Atemwege zu erweitern und die Blutgefäße zu verengen. Er kann im Falle eines allergischen Schocks Leben retten.

Duperreaults Post stieß auf große Resonanz. Auch die Muttergesellschaft des Bekeidungsgeschäfts, Y.M. Inc entschuldigte sich persönlich bei Duperreault und zahlt nun ihr Gehalt weiter, bis sie einen neuen Job findet. “ Es ist mehr, als ich jemals hätte fordern können “, so Duperreault zu "CBC News Canada".

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

(lm)