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12-jähriger Schweizer vermisst: Entführer soll Paul sexuell missbraucht haben

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POLIZEI
Polizei in NRW (Symbolbild) | dpa
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  • Polizei findet 12-jährigen vermissten Jungen aus der Schweiz in Düesseldorf
  • Die Beamten nahmen einen 35-jährigen Mann fest
  • Er soll den Jungen sexuell missbraucht haben

Eine Woche nach Verschwinden des 12-jährigen Paul in der Schweiz hat die Polizei in Düsseldorf aufgespürt und einen 35 Jahre alten Mann festgenommen. Er war äußerlich unversehrt und ist wieder bei seinen Eltern.

Laut dem Haftantrag soll der Mann den 12-Jährigen allerdings sexuell missbraucht haben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach flog der mutmaßliche Täter vergangene Woche für einen Kurzurlaub von zwei Tagen in die Schweiz.

Von dort aus könnte er gemeinsam mit Paul mit dem Zug nach Düsseldorf gefahren sein, schreibt die Zeitung. Die Ermittlungen dazu seien allerdings noch nicht abgeschlossen. Wie der Mann den Jugendlichen dazu überredete, ist ebenfalls noch unklar.

Nachbarn beobachteten, wie der 35-Jährige Kinder in seine Wohnung brachte

Bei dem mutmaßlichen Straftäter handelt es offenbar um einen ledigen Koch. Wie der "Express" berichtet, arbeitet der Mann in einem großen Düsseldorfer Unternehmen. Nachbarn hätten bemerkt, dass er in den vergangenen sechs Tagen niemanden mehr in seine Wohnung gelassen habe, heißt es in dem Bericht.

Laut der Zeitung beobachtete ein anderer Nachbar, wie der 35-Jährige Kinder in seine Wohnung brachte. Bisher war der Mann der Polizei laut "Bild"-Zeitung nicht als pädophil bekannt. Er war allerdings schon mehrfach mit Vermögensdelikten aufgefallen. Der Verdächtige habe bei seiner Festnahme keinen Widerstand geleistet.

Laut Erkenntnissen der Ermittler kannten sich Paul und der Mann schon vorher. Sie hätten sich bei einem Internetspiel für Kinder kennengelernt, berichtete die Staatsanwaltschaft im Schweizer Kanton Solothurn am Sonntag.

12-Jähriger plante sein Verschwinden offenbar

Demnach hatte der Zwölfjährige sein Verschwinden geplant. Er habe eine "Strichliste" geführt und die Tage bis zu seinem Verschwinden gezählt. Seine Eltern hatten den Jungen am 18. Juni als vermisst gemeldet.

Die Polizei im Kanton Solothurn hatte eine Sonderkommission eingesetzt. Man habe umfassend mit nationalen und internationalen Partnern - auch BKA und FBI - zusammengearbeitet und sei schließlich auf die Spur des 35-Jährigen und auf seine Wohnung in Düsseldorf gekommen, berichtete Urs Bartenschlager, Chef der Kripo Solothurn.

(lp)