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Wenn ihr unter 31 Jahre alt seid, habt ihr diese eine Sache niemals erlebt

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Seid ihr noch immer nicht davon überzeugt, dass es den Klimawandel gibt? Dann solltet ihr das wissen: Das letzte Mal, dass die globale monatliche Temperatur unter dem Durchschnitt lag, war im Februar 1985.

Das heißt, wenn ihr 30 Jahre oder jünger seid, habt ihr noch keinen einzigen Monat erlebt, in dem es im Durchschnitt kälter war.

„Die Welt ist jetzt schon so anders als damals“, sagte Mark Eakin, Koordinater des Korallenriff-Schutzes der amerikanischen NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) bei einem Symposium in Honolulu, Hawaii.

Und er betonte, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Menschen unter 30 Jahren sogar nur mehr überdurchschnittliche Temperaturen erlebt haben werden.

„Es geht so schnell voran“, sagte Eakin.

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Klimaexperte: "Was heute ungewöhnlich warm ist, wird in der Zukunft die Durchschnittstemperatur sein"

Michael Mann, ein Klimaexperte der Pennsylvania State Universität, sagte im Gespräch mit der Huffington Post USA, dass es kein „normal“ und „durchschnittlich“ mehr geben werde, wenn Menschen weiter den Planeten durch fossile Brennstoffe erwärmen.

„Was heute ungewöhnlich warm ist, wird in der Zukunft Durchschnittstemperatur sein“, sagte Mann. „Und dafür, was in der Zukunft warm sein wird, gibt es heute noch keine Vorstellung."

Die NOAA hat im Mai 2016 bekannt gegeben, dass dies der dreizehnte Monat in Folge wäre, der als wärmster seit Beginn der Temperaturmessung im Jahr 1880 galt.

„Die Durchschnittstemperatur auf dem Land und auf der Wasseroberfläche war die wärmste der letzten 137 Jahre", so die NOAA. Die mittlere Temperatur im 20. Jahrhundert habe bei 14,8 Grad gelegen. "2015 waren es bereits 0,85 Grad mehr gewesen."

Das Weltklima 2016 ist alarmierend

Eine Grafik der Nasa zeigt, dass in den meisten Regionen sogar fast 0,75 Grad mehr herrschten als im selben Zeitraum in den Jahren 1951 bis 1980.

David Carlson, der Direkter des World Climate Research Programmes, sagte auf die Daten aus dem Mai angesprochen, dass das Weltklima im Jahr 2016 „alarmierend“ sei.

In einem Statement nannte Carlson einige Phänomene: „Ungewöhnlich hohe Temperaturen. Eisschmelze im März und Mai, wie wir sie normalerweise nur im Sommer kennen. Unwetter, wie wir sie sonst einmal in Jahrzehnten erleben.“

„Abnormal ist das neue normal“, sagte er.

Die Daten der Nasa zeigen, dass Juli 1985 der letzte Monat war, in dem die globale Temperatur unter dem Monatsdurchschnitt lag. Das heißt, seit 370 aufeinanderfolgenden Monaten ist die Temperatur überdurchschnittlich.

Sowohl NOAA, als auch Nasa, die unterschiedliche Daten benutzen, um die Durchschnittstemperatur zu eruieren, erklärten 2015 zum heißesten Jahr seit der Aufzeichnung. Die extreme Hitze wurde von der globalen Erwärmung und vom El Nino-Event des Winters verursacht.

2016 ist schon auf dem besten Weg, das Vorjahr zu überbieten. Gavin Schmidt vom Goddard Institut der NASA ist sich sogar zu 100 Prozent sicher, dass das eintreffen wird.

Allein in den USA gab es in diesem Monat schon Waldbrände in Nevada, Kalifornien, Arizona, Utah und New Mexico. Und die extremen Temperaturen der letzten Jahre sind auch für Korallenbleiche verantwortlich.

Eine Welt, in der die Temperaturen stetig steigen und die Definition von „warm“ sich ständig verändert, ist die Zukunft – sagte Mann der Huffington Post. Aber es muss nicht UNSERE Zukunft sein.

„Wir können noch immer handeln und die Emission von Kohlenmonoxid reduzieren“, sagte er.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Valentina Resetarits übersetzt.


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