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Dieser Hashtag zeigt, wie schwer der Brexit viele Briten trifft

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BREXIT
Der Brexit trifft viele junge Briten hart | HuffPost
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Großbritannien wird die Europäische Union verlassen. Der britische Premierminister David Cameron wird zurücktreten. Rund 51,9 Prozent der Briten hatten am Donnerstag für den Austritt aus der EU gestimmt, 48,1 Prozent dagegen.

Was das für das Land, die EU und die Welt bedeutet ist noch unklar. Wie schwer der Brexit viele Briten getroffen hat, zeigt sich bereits jetzt.

"Nicht in meinem Namen"

Unter dem Hashtag #NotInMyName – zu deutsch "Nicht in meinem Namen" teilen britische Brexit-Gegner auf Twitter ihre Trauer, ihre Wut und ihre Fassungslosigkeit zum Ausgang des EU-Referendums.

"Ich bin am Boden zerstört. Angst und Ignoranz haben gegen Toleranz und Einheit gewonnen. Dieses Ergebnis steht nicht für mich", schreibt eine junge Britin.

Viele machen sich nun Sorgen um ihre Zukunft.

"Ich kann nicht fassen, dass ich heute mit einer zerstörten Zukunft aufwache, wegen Menschen, die entschieden haben, nicht vereint mit der Welt zu bleiben", schreibt eine Nutzerin. Ein anderer User schreibt, er habe noch nie deprimierter in die Zukunft gesehen, als heute.

Wählerauswertungen zeigen einen klaren Generationenkonflikt bei der Brexit-Entscheidung. Die Mehrzahl der jungen Briten hatte für einen Verbleib in der EU gestimmt, die Generation 65 Plus klar für den Austritt aus der EU.

Auf Twitter äußerten viele junge Briten ihren Ärger über diesen Fakt.

"Die Zukunft unserer Generation wurde von Menschen entschieden, die langfristig nicht davon betroffen sein werden. Unser Land ist nicht wiederzuerkennen", kommentierte eine Nutzerin die Ereignisse. Die jungen Menschen des Landes wären übergangen worden, meinen viele User.

Viele teilten zudem ein Bild der EU-Flagge, in der der britische Stern durch eine Träne ersetzt worden war.

brexit

Einige sehen im Ergebnis des EU-Referendums einen Gewinn für den europäischen Rechtspopulismus. "Le Pen hat ein französisches Referendum gefordert. Herzlichen Glückwunsch, Großbritannien, du hast gerade die Welt destabilisiert. Wer weiß, welcher Terror von Rechts uns jetzt erwartet?", fragt sich eine junge Britin.

"Liebe Welt, bitte denk nicht, dass Großbritannien eine Nation voller Kleingeister, Rassisten und Fremdenhasser ist. Das sind nur 51,2 Prozent", meint ein anderer Nutzer trocken.

Die Bewegung unter dem Hashtag #NotInMyName erfuhr allerdings auch Gegenwind.

"Hört auf zu jammern, es ist vorbei, ihr habt verloren. 17 Millionen Menschen in Großbritannien sind keine Rassisten oder Faschisten, viele von euch haben eindeutig keine Ahnung", beschwerte sich ein Brexit-Befürworter.

Passend zum Thema: Alle Entwicklung rund um den Brexit erfahrt ihr in unserem News-Blog


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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(ben)