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Zwei Frauen erblinden auf mysteriöse Weise - ein Arzt erkennt, was sie gemeinsam haben

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Zwei Frauen erblinden auf mysteriöse Weise - ein Arzt erkennt, was sie gemeinsam haben | Tetra Images via Getty Images
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Der Fall von zwei Frauen, die unter kurzzeitiger Blindheit litten, sorgt in Großbritannien gerade für Aufregung in medizinischen Kreisen.

Monatelang hatten die beiden Frauen im Alter von 22 und 40 Jahren regelmäßigen Episoden von Sehverlust. Bis zu 15 Minuten am Stück verloren sie plötzlich das Augenlicht, berichtet das "New England Journal of Medicine".

Nach gründlichen Untersuchungen sei man in der Moorfield's-Augenklinik in London zunächst ratlos gewesen, woher der Sehverlust kam, erklärte der zuständige Arzt Gordon Plant im Interview mit der britischen Nachrichtenseite "The Independent".

Smartphone-Lesen im Dunkeln

Also habe man Gewohnheiten abgefragt. Beide Frauen hätten erklärt, dass sie normalerweise abends im Bett auf ihr Smartphone schauten - dabei sei typischerweise ein Auge vom Kissen zugedeckt.

Das brachte die Mediziner auf eine Idee. "Man hat also ein Auge, dass sich an das Licht des Smartphones gewöhnt, während das andere sich an die Dunkelheit anpasst", erklärte Gordon dem Blatt.

"Das eine Auge braucht deshalb im schlimmsten Fall einige Minuten, um sich wieder an das andere anzupassen", sagte er. Der kurzfristige Sehverlust sei vermutlich darauf zurückzuführen, meint der Mediziner.

"Kurzfristige Smartphone-Blindheit

Er diagnostizierte bei beiden Frauen deshalb etwas, was er "kurzfristige Smartphone-Blindheit" nennt. Diese sei allerdings harmlos und leicht vermeidbar, indem man ganz einfach beide Augen benutze, so Gordon.

Zwei Fälle seien nicht genug, um eine solche Wirkung tatsächlich nachzuweisen, kritisierte hingegen Rahul Khurana von der American Academy of Ophthalmology, nannte Gordons Theorie allerdings eine "faszinierende These".


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

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