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Frau fand Baby in ihrer Jogginghose

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Es passierte direkt vor dem Eingang des St.-Josefs-Hospitals in Altenhagen. Sarah W. war gerade auf dem Weg ins Krankenhaus mit ihrem Lebensgefährten Felix G., als etwas in ihre Jogginghose plumpste.

Was die 25-Jährige zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Sie hatte gerade in einer Sturzgeburt ein Baby zur Welt gebracht. Denn ihr war gar nicht bewusst, dass sie schwanger war.

Sogar eine Frauenärztin erkannte nicht, dass die Frau schwanger war

Wie die "WAZ" berichtet, klagte Sarah W. schon eine Weile über Unterleibsschmerzen. Sie beschloss, eine Frauenärztin aufzusuchen, die der 25-Jährigen Tabletten verschrieb. Die 25-Jährige arbeitet in Altenhagen, Nordrhein-Westfalen, und wollte am nächsten Morgen wieder zur Arbeit gehen.

Doch die Schmerzen wurden so unerträglich, dass sie ihren Freund am Donnerstag dieser Woche bat, sie ins Krankenhaus zu fahren. „Es tat so weh, ich konnte nicht mehr. Ich dachte, ich hätte einen Darmverschluss oder eine andere gefährliche Krankheit“, erzählte die Frau der "WAZ".

Das Paar erreichte das St.-Josefs-Hospital noch. Doch vor dem Haupteingang wurde der Druck im Bauch der Frau so stark, dass sie einfach presste. Plötzlich sei etwas in die Hose gerutscht - und dieses etwas hat geschrien. Sie schaute nach und fand schließlich ein Baby. "Mein Freund war ganz blass, ich musste aufpassen, dass er nicht umkippt".

Ein Krankenpfleger auf dem Weg zur Arbeit eilte dem Paar zur Hilfe

Mutter und Baby sind wohlauf. Es ist ein Mädchen. Und glücklicherweise hätten sich die Eltern sogar ein Kind gewünscht.

Der Krankenpfleger Christian Brenscheidt kam gerade zum Dienst und holte das Baby schließlich aus dem Hosenbein. „Ich hatte den Eindruck, dass das Gesichtchen zwischen Hose und Unterschenkel eingeklemmt war und das Baby nicht atmen konnte.“

Er entfernte schließlich den Schleim aus dem Gesicht des Kindes, schnitt die Hose auf und nabelte das Kind ab. Mittlerweile waren auch andere Helfer aus der Ambulanz gekommen, um Mutter und Tochter zu versorgen.

Sarah W. erklärte, wie es überhaupt möglich war, dass sie ihre Schwangerschaft nicht bemerkte: „Ich hatte keinen Babybauch, habe keine Bewegungen gespürt und mir war auch nie schlecht. Außerdem hatte ich immer meine Tage.“

Das Kind wiegt 2990 Gramm und ist 50 Zentimeter groß.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

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