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Weltdrogenbericht: Rund 250 Millionen nehmen Drogen

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DRUGS CANNABIS SMOKE
Drogenkonsum führt zu schweren Krankheiten | rez-art via Getty Images
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  • UN: Fast 250 Millionen Menschen greifen zu Drogen wie Haschisch, Kokain oder Heroin
  • In Labors entstehen neue Rausch-Substanzen
  • Millionen Menschen werden durch ihre Sucht krank - oder sterben

Die wesentliche Erkenntnisse des Weltdrogenberichts der Vereinten Nationen lassen sich in drei Sätzen zusammenfassen: Der Gebrauch von Heroin nimmt wieder zu. Die Gefahr von Haschisch wird unterschätzt. Viele neue Substanzen für Designer-Drogen überschwemmen den Markt.

Und doch ist das noch nicht alles, weshalb eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Drogenbericht nötig ist. Demnach leiden weltweit 29 Millionen Menschen wegen ihrer Drogensucht an schweren Krankheiten. Das sind zwei Millionen mehr als im Vorjahr.

UN-Drogenbehörde: "Heroin kehrt zurück"

Das habe auch mit dem wieder häufigeren Spritzen von Heroin in den USA und Europa zu tun, sagte die Expertin der UN-Drogenbehörde, Angela Me, in Wien. "Heroin kehrt zurück."

Als Folge seien außerdem etwa 1,6 Millionen Heroinsüchtige mit HIV infiziert. Sechs Millionen litten an Hepatitis C. Die Wirkung des Drogenkonsums auf die Gesundheit ist weiterhin verheerend", heißt es im Weltdrogenbericht.

207.000 Menschen seien 2014 als Folge des Konsums illegaler Drogen gestorben. Diese Zahl sei eine sehr konservative Schätzung, sagte Me. Fast 250 Millionen Menschen konsumierten Haschisch, Kokain, Heroin oder synthetisch hergestellte Designer-Drogen.

"Cannabis schädigt die Gesundheit"

Die am häufigsten gebrauchte illegale Droge ist laut UN Cannabis, das als Haschisch oder Marihuana auf dem Markt ist. Fast 183 Millionen Menschen greifen zum Joint oder anderen Formen dieser Droge. "Cannabis schädigt die Gesundheit", warnte Me vor einer Verharmlosung.

In den USA und in Südamerika, wo einzelne Bundesstaaten oder Länder, Cannabis legalisiert haben, sei der Trend besorgniserregend. "Es gibt dort eine steigende Zahl von regelmäßigen Konsumenten", sagte Me.

75 aufputschende Substanzen wurden entdeckt

Die Drogen-Mafia mischt laut UN-Bericht außerdem immer neue Gift-Cocktails: 75 neue aufputschende und enthemmende Substanzen sind der UN-Drogenbehörde (UNODC) im vergangenen Jahr von den Fahndern gemeldet worden.

"Die Zahl steigt immer weiter. Es ist ein sehr dynamischer Markt", sagte die UN-Expertin. Etwa 20 Millionen Menschen nehmen nach UNODC-Angaben vom Donnerstag Ecstasy, fast 36 Millionen greifen zu Amphetaminen. Rund 170 Tonnen Designer-Drogen wurden laut Report 2014 beschlagnahmt.

Kokain gewinnt in Asien an Bedeutung

Die Hauptroute des Drogenschmuggels gehe weiter von Afghanistan, über den Iran, die Türkei und den Balkan nach Europa. Dort würden jährlich Drogen im Wert von 28 Milliarden Dollar (24,8 Milliarden Euro) geschmuggelt, hieß es.

Aufgrund des hohen Fahndungsdrucks im Iran und der Türkei gewinne nun die Route über Afrika an Bedeutung. Es bestehe damit die Gefahr, dass afrikanische Länder nicht nur Transitstaaten, sondern Konsumentenstaaten würden, hieß es von der UN-Drogenbehörde.

Kokain spielt nach Darstellung der UN in Asien eine zunehmend wichtigere Rolle, in den USA nimmt seine Bedeutung eher ab. Die UN gehen davon aus, dass weltweit 18 Millionen Menschen Koks nehmen. 655 Tonnen Kokain wurden von den Fahndern 2014 aus dem Verkehr gezogen.

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