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Am Tag des Brexit: Trump wird bei Auftritt in Schottland mit Nazi-Golfbällen beworfen

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  • Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sprach am Tag des Brexit-Referendums bei der Wiederöffnung seines Golf-Resorts in Schottland
  • Ein britischer Comedian verstreute währenddessen Golfbälle mit Hakenkreuzen zu Trumps Füßen
  • In seiner Rede lobte Trump die Entscheidung der Briten, aus der EU auszutreten

Eigentlich wollte der amerikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump seinen Golf-Resort im schottischen Ayrshire nach Renovierungsarbeiten am heutigen Freitag feierlich wieder eröffnen.

Vor Ort erwartete den voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten der republikanischen Partei allerdings wenig Gastfreundschaft.

Rede zwischen Hakenkreuz-Golfbällen

Während seiner Eröffnungsrede sah sich der Amerikaner mit dem britischen Comedian Simon Brodkin konfrontiert. Ein Twitter-Video zeigt Brodkin dabei, wie er kleine Golfbälle vor Trumps Füße wirft.

Eine vergrößerte Aufnahme macht deutlich: Auf die Bälle sind Hakenkreuze gedruckt. Brodkin wurde laut Medienberichten des Geländes verwiesen. Trump jedoch führte seine Rede fort – mit den Golfbällen zu seinen Füßen.

Lob für britische Brexit-Entscheidung

Während seiner Rede lobte Trump die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen: "Im Prinzip haben sich die Briten ihr Land zurückgenommen", so Trump. Es sei großartig, dass das passiert sei.

"In den USA passiert im Moment eigentlich genau das gleiche", kommentierte Trump seinen politischen Erfolg im eigenen Heimatland. Die Menschen in Großbritannien und in den USA seien "wütend", erklärte der Republikaner.

Was Trump nicht so ganz klar gewesen zu sein schien: Genau in Schottland hatte eine Mehrheit von 62 Prozent für einen Verbleib Großbritanniens in der EU gestimmt. 38 Prozent stimmten für einen Brexit.

Passend zum Thema: Historiker Stern: Donald Trump beweist die Verdummung der Amerikaner

Ein Unabhängigkeitsreferendum Schottlands sei nun "höchstwahrscheinlich", sagte Schottlands Ministerpräsidentin und SNP-Parteichefin Nicola Sturgeon am Freitag.

Text geht unter dem Video weiter …

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Proteste vor Golf-Club

Laut Informationen des britischen Nachrichtensenders BBC protestierten dutzende Menschen vor den Toren des Resorts gegen den Besuch des Multimillionärs.

Die Demonstranten warfen Trump "Rassismus und Bigotterie" während seiner Wahlkampfkampagne für die US-Präsidentschaft vor, berichtet der Sender weiter.

Einer der Organisatoren sagte dazu im Interview mit der britischen Zeitung "Guardian": "Wir wollen dass die ganze Welt weiß, dass Trump in Schottland nicht willkommen ist wegen seiner toxischen, rassistischen Ansichten, seiner Islamophobie, seiner sexistischen Äußerungen und seiner Homophobie".

Auch von offizieller Seite erfuhr der Multimillionär wenig Gastfreundschaft: Laut Informationen des "Guardian" weigerte sich Schottlands erste Ministerin Nicola Sturgeon sich mit dem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten zu treffen.

Sturgeon hatte Trump in der Vergangenheit scharf für seine Aussagen zu Muslimen kritisiert.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

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(lk)