Huffpost Germany

AfD-Vizechef Gauland macht Merkel für Brexit verantwortlich: "Sie hat die Briten vertrieben"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
GAULAND
AfD-Vize Gauland gibt Bundeskanzlerin Angela Merkels Flüchtlingspolitik die Schuld an der Brexit-Entscheidung der Briten | dpa
Drucken
  • Die AfD gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schuld am Brexit
  • Die Entscheidung der Briten sei nachvollziehbar, sagte AfD-Vize Gauland
  • Uneins ist man sich, ob die AfD ein Referendum über einen Austritt Deutschlands aus der EU fordern sollte

AfD-Partei-Vize Alexander Gauland sieht die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als Hauptgrund für den EU-Austritt Großbritanniens.

Ob die AfD eine Kampagne für einen EU-Austritt Deutschlands starten sollte - darüber ist man sich bisher noch uneins.

"Ich glaube, Frau Merkel hat mit ihren offenen Grenzen die Briten aus der Europäischen Union vertrieben", sagte Gauland am Freitag in Berlin nach dem Votum der Briten für ein Verlassen der Union.

Text geht unter dem Video weiter …

Unglaublicher Speed: Riskante Flugmanöver einer F18

"Gute Entscheidung der Briten"

Gleichzeitig betonte er, die AfD wolle jetzt keine Kampagne für einen EU-Austritt Deutschlands starten. Besser wäre es, die EU würde sich zurückentwickeln, hin zu einer reinen Wirtschaftsunion.

"Ich denke, die Briten haben sich für die direkte Demokratie entschieden. Ich glaube, dass es gut ist, dass sie das getan haben", fügte er hinzu.

Passend zum Thema: Alle Entwicklung rund um den Brexit erfahrt ihr in unserem News-Blog

Trotzdem bedauere die AfD den Austritt Großbritanniens, weil die Briten in den vergangenen Jahren stets pragmatisch gehandelt und vernünftige Reformansätze präsentiert hätten.

"Auch das deutsche Volk will raus aus der EU-Sklaverei"

Der AfD-Fraktionsvorsitzende in Thüringen, Björn Höcke, forderte dagegen als Konsequenz aus dem Brexit-Votum eine Volksabstimmung über einen Verbleib Deutschlands in der Union.

"Mit dem Austritt aus der EU haben die Briten den Weg des kollektiven Wahnsinns verlassen und sich für Demokratie und Volkssouveränität entschieden", erklärte Höcke.

Höcke, der dem rechtsnationalen Parteiflügel zugerechnet wird, sprach von einem "Freudentag für Europa". Der Thüringer Landeschef sagte: "Ich weiß, auch das deutsche Volk will mehrheitlich raus aus der EU-Sklaverei."

Auch auf HuffPost:

AfD-Vize Gauland: "Wenn ich dagegen bin - wieso ist das rechtsradikal?"


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

(ca)