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Horror-Hochzeit: Was diese Braut von ihren Freundinnen verlangt, geht eindeutig zu weit

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Beautiful bride with her friends | Ulitko Anastasiia via Getty Images
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Wenn es um die Vorbereitung einer Hochzeit geht, können manche Frauen zu Monstern werden. In Amerika gibt es dafür einen besonderen Begriff: Bridezilla.

Dieses Fantasiewort aus Braut und Godzilla soll die Verwandlung der guten Freundin und zukünftigen Braut zur kontrollsüchtigen Perfektionistin während der Hochzeitsvorbereitung beschreiben.

Erst fragte die Braut die Brautjungfern nur nach ihrer Meinung

Leidtragende der überambitionierten Braut sind oftmals ihre Freundinnen und Brautjungfern. Eine anonyme Brautjungfer namens Hayley teilte nun die wahnsinnigen Forderungen, die ihre Freundin an sie stellte. Auf der Plattform "Mamamia" schreibt sie:

"Zuerst dachte ich, Caroline sei nur ein wenig übereifrig. Sie schickte Rundmails an alle Brautjungfern und fragte nach ihrer Meinung: Zum Kleid, zur Frisur, zum Make-up, den Knopflochblumen für Trauzeugen (das musste ich zuerst googlen) und zur Tischdekoration. Täglich wurde ich mit Mails überschüttet."

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So weit, so gut. Hayley versuchte, ihrer Freundin während der Hochzeitsvorbereitung mit ihrem Rat zur Seite zu stehen. Doch dann wurde sie nach und nach zum Hochzeitsmonster. So berichtet die Brautjungfer:

"Während eines besonders stressigen Arbeitstags – ich bin Lehrerin an der High School – überprüfte ich meine Mails in einer kurzen Pause zwischen zwei Unterrichtsstunden.

Meine Freundin hatte mir mal wieder geschrieben: "Hey Hayley, wie geht's dir? Ich brauche ein paar Kuchenrezepte und einen guten Konditor, um ihm die Vorschläge zu geben. Jase und ich möchten die Kontaktdaten, Preise, verwendeten Lebensmittel, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie gut der Konditor ist. Eine Zusammenfassung in einer Tabelle wäre gut, am besten mit Excel. Vielen Dank!"

Ich hatte musste die Mail drei Mal lesen, um zu verstehen, was sie von mir wollte. Als ich sie dann verstanden hatte, fragte ich mich nur: Ist das ihr Ernst?

Ich habe einen Vollzeitjob – wie sollte ich das alles noch zusätzlich schaffen? Ich geriet kurz in Panik.

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Viele Extraleistungen bei der Hochzeitsvorbereitung

Aber die Brautjungfer half ihrer Freundin weiterhin. Auch dann noch, als diese fragte, ob sie ihr die Liste noch am selben Tag schicken könne.

"Eigentlich wollte ich die Liste über das Wochenende zusammenstellen. Ich verstand nicht, warum sie die Liste unbedingt noch am Freitag wollte. Über das Wochenende konnte sie doch sowieso nichts damit anfangen.

Ich antwortete ihr, die Liste am nächsten Tag fertig zu haben und entschuldigte mich damit, da ich einen harten Arbeitstag hinter mir hatte. Ich ging fest davon aus, dass dies für sie in Ordnung wäre.

Nachdem keine Antwort von ihr kam, schob ich das Erstellen der Liste auf den nächsten Tag. Am Samstagmorgen suchte ich direkt nach Hochzeitstorten und Konditoren, anstatt zu frühstücken. Ich schickte ihr die Liste dann und bekam gleich eine Antwort:

"Danke für deine Mühe, aber es wäre gut gewesen, wenn du mir die Liste, wie verlangt, gestern geschickt hättest."

Autsch. Ich schob es auf ihren Braut-Stress und beschäftigte mich nicht weiter damit."

Caroline wollte, dass ihre Freundinnen ihr Kleid bezahlen

Doch es kam noch schlimmer: Caroline hatte sich in ein Kleid verliebt. Der Preis: 10.500 Dollar. Nur wer sollte dafür zahlen? Hayley berichtet:

"Ein paar Monate später - nach drei aufeinander folgenden Wochenenden, an denen Braut- und Brautjungfernkleider angeschaut wurden - kam es dann zum Hochzeits-GAU:

Caroline hatte sich endlich in ein atemberaubendes Kleid verliebt. Sie sie sah perfekt darin aus. Das einzige Problem: der Preis von 10.500 Dollar – mehr als doppelt so viel, wie Caroline ausgeben konnte.

Da viele Brautjungfern ihr Mut machten, entschied sie sich, das Kleid dennoch zu kaufen. Alle waren zufrieden.

Gott sei Dank, jetzt kann ich meine Wochenenden wieder genießen, dachte ich mir.

In der Nacht darauf wurde ich von meinem Handy geweckt – eine Mail von Caroline. Der Betreff: "Beteiligung am Brautkleid". Ich war entsetzt."

Ja, sie wollte, dass die Brautjungfern ihr Kleid bezahlen! So schriebt Hayley weiter:

"Inzwischen war Caroline weit über ihrem Budget. Sie schrieb den Brautjungfern, dass es "völlig in Ordnung wäre, wenn man nichts beisteuern könne", aber "eine kleine Spende von 150 Dollar für ihr Traumkleid" wäre lieb.

Es würde ihr zudem ​​sehr viel bedeuten, wenn sie beim Gang zum Altar ein Kleid trüge, an dem alle ihre Freundinnen beteiligt sind.

Neben unseren eigenen Outfits, der Unterkunft, der Brautparty und drei Wellness-Tage, die vor der Hochzeit stattfanden, wollte Caroline auch noch, dass wir das Kleid bezahlen.

Mein Bankkonto wurde von der Hochzeitsvorbereitung aufgefressen. Ich war in diesem Moment so wütend, dass ich kurz davor war, mein Handy an die Wand zu werfen. Aber ich tat es nicht und spielte bei der ganzen Hochzeitszeremonie mit.

Inzwischen frage ich mich, ob es die Freundschaft überhaupt wert war."

Wenn man in diesem Fall überhaupt von Freundschaft sprechen kann.

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(lm, ben)