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Studie: Wenn ihr diese eine Sache in eurer Jugend getan habt, verdient ihr 21 Prozent mehr

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Wer als Jugendlicher viel gelesen hat, verdient heute mehr - das ist das Ergebnis einer italienischen Studie | Thomas Barwick via Getty Images
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  • Eine aktuelle Studie legt einen Zusammenhang zwischen Lesegewohnheiten und Einkommen nahe
  • Wer in seiner Kindheit mindestens zehn Bücher gelesen hat, verdient heute 21 Prozent mehr, so die Studie

Was unterscheidet Besserverdiener von allen anderen?

Sie haben in der Kindheit und Jugend eines getan: Gelesen. Das legt zumindest eine neue Studie der Universität Padua nahe, die im “Economic Journal” veröffentlicht wurde.

Für die Studie befragten Forscher 5.000 Männer und Frauen aus Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Schweden, die zwischen 1920 und 1956 geboren wurden.

Einkommen und Lesegewohnheit hängen zusammen

Vor allem zwei Dinge wurden dabei abgefragt: Das aktuelle Einkommen und die Lesegewohnheiten.

Das erstaunliche Ergebnis: Wer während seiner Kindheit und Jugend mindestens zehn Bücher gelesen hat, verdient heute 21 Prozent mehr.

"Wer als Kind Zugang zu Büchern hat, entwickelt kognitive und sozio-ökonomische Fähigkeiten - und das ist nachweislich ein wichtiger Faktor, um ökonomisch erfolgreich im Leben zu werden", erklärt die Studie.

Lesen lohnt sich immer

Die finanzielle Situation des Elternhauses scheint dabei keine Rolle zu spielen, so das Ergebnis der Studie. Auch welche Art von Büchern gelesen wurden, macht scheinbar keinen Unterschied.

Also: Egal ob euer Kind Kafka liest oder sich durch die Harry-Potter-Reihe wälzt – beides könnte sich später (im wahrsten Sinne des Wortes) auszahlen.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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(vr)