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Kindergärtnerin klebte Kindern mit Klebeband den Mund zu

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KINDERGARTEN
Eine Erzieherin in Österreich soll ihren Schützlingen mit Klebeband den Mund zugeklebt haben | Kai Pfaffenbach / Reuters
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  • Eine Erzieherin in Österreich soll drei Kindern den Mund mit Klebeband zugeklebt haben
  • Sie musste sich deshalb wegen Nötigung vor Gericht verantworten

Dieser Fall sorgt für Aufregung in der österreichischen Steiermark: Eine Pädagogin soll in einem Kindergarten drei Jungen in ihrer Obhut die Münder mit Klebeband zugeklebt haben.

Das berichtet die österreichische “Kleine Zeitung” unter Berufung auf einen Bericht der Staatsanwaltschaft.

Der Vorfall habe sich bereits im April ereignet, Ende Mai stand die Erzieherin deswegen vor Gericht, berichtet das Blatt. Die Frau habe Selbstanzeige erstattet.

"Kinder störten durch Gelächter"

Laut eigener Aussage habe sie den Kindern die Münder kurzzeitig mit Klebeband zugeklebt, als diese eine Probe für eine Feier durch Gelächter gestört hätten.

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"Die Beschuldigte wusste sich nicht anders zu helfen, sah jedoch rasch ein, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung war, und nahm den Buben das Klebeband wieder ab", erklärte Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft gegenüber dem Blatt.

Sie informierte gleich darauf die Kindergartenleitung, erstattete Selbstanzeige und schrieb den Eltern der betroffenen Kinder eine Entschuldigungs-SMS, heißt es in dem Bericht weiter.

"Kinder sind traumatisiert"

Am 30. Mai stand sie wegen Nötigung vor Gericht. Weil die Jungen nicht verletzt worden waren und die Kindergärtnerin geständig war, endete das Verfahren mit einer Diversion und einem Bußgeld von 1200 Euro.

Ein Angehöriger einer der Jungen kritisierte das Urteil als zu mild. "Die Kinder sind von dem Vorfall traumatisiert", sagte er im Interview mit der Zeitung. "Sie brauchten psychologische Behandlung. Für mich ist unverständlich, warum die Kindergärtnerin nicht sofort fristlos entlassen wurde."

In einem Schreiben an den Bürgermeister fordern die Eltern der betroffenen Jungen die Entlassung der Erzieherin. Dieser prüfe den Antrag im Moment noch, heißt es in dem Bericht weiter. Die Frau sei vorläufig freigestellt worden.


Kindern helfen

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(vr)