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Das Bild dieses Calvin-Klein-Models sorgt für Wirbel im Netz

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Die Unterwäsche-Marke Calvin Klein erntet momentan einen regelrechten Shitstorm im Netz.

Der Grund: Ein Foto des amerikanischen Models Myla Dalbesio in Unterwäsche. Und der Aufdruck: “Calvin Klein’s First Plus Size Model” – also “Calvin Klein’s erstes Übergrößen-Model”.

Dass die schlanke Frau scheinbar als “Übergröße” eingeordnet worden war, kam auf Twitter gar nicht gut an.

"Ihr solltet euch schämen!", schrieb eine Userin Calvin Klein

“Bitte sagt mir, dass das ein Witz ist?? Übergröße?!?! Herzlichen Glückwunsch dazu, dass ihr noch eine Generation von Mädchen in Essstörungen treibt”, twitterte die britische Schauspielerin Catherine Tyldesley erbost.

“Ihr solltet euch schämen, Calvin Klein! Von wegen Plus Size!”, schrieb eine weitere Nutzerin.

“Wenn Sie eine Übergröße ist, Freunde, dann bin ich fettleibig. Wie kamen sie bloß auf diese Idee?”, fragt sich eine weitere.

“Übergröße? Bloß, weil wir ihre Knochen nicht sehen, ist sie noch lange keine Übergröße”, empört sich eine andere.

Die Kritik der Nutzer wäre sicherlich auch angebracht - wenn Calvin Klein das Model tatsächlich als "Übergröße" bezeichnet hätte. Tatsächlich ist die Beschriftung des Fotos wohl aber eine Produktion des Internets.

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Altes Foto aus 2014-Kampagne

Denn das Foto, das Dalbesio in Calvin-Klein-Unterwäsche zeigt, stammt aus einer Kampagne der Marke aus dem Jahr 2014. Aber auch damals wurde die 29-Jährige vonseiten der Marke nicht als "Übergröße" bezeichnet.

Dalbesio selbst reagierte auf ihrem Instagram-Account auf die Vorwürfe.

"Ich war noch nie eine Übergröße. Das ist verwirrend, weil ich die ersten acht Jahre meiner Karriere tatsächlich nur Jobs unter diesem Label bekommen habe", schreibt sie dort.

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THE BODY ISSUE ~ I don't know how or why but I guess this topic is inexplicably trending in relation to me once again, so I'm going to address it quickly. I am not plus size. I have never been plus size. Which is confusing, I understand, because for the first 8 years of my modeling career, that is the segment of the industry that I worked in and the board at my (former) agency that I was signed to. Why is that? Because 10 years ago, when I started modeling, no "straight size" board would sign anyone above a size 2-4 (and even size 4 was pushing it). Working under that label was the only way I could work. Luckily, things have changed in that regard. I am happily on the main board at @nextmodels, which does not distinguish any difference in size or shape of it's models, just represents them as they are, without labels. How things have shifted in the past decade! And what is even more glorious is the amount of successful models of all shapes and sizes that we see in major media now. Luckily for the people saying that I am "not plus size enough" to be working, they have amazing role models they can look up to that may represent someone closer to themselves. Girls like @theashleygraham, @taralynn, @palomija and @jojacalled inspire me constantly. But I also think it is important for women that are my size to see themselves represented. Let's not begrudge them (or me) for that. One of the reasons I post naked selfies is because I want other women to see that their own bodies are both normal and beautiful. I remember a scene in Martha, Marcy, May, Marlene, where Elizabeth Olsen took her clothes off, and I felt like I saw myself in her body, something that I rarely, if ever, saw represented in mainstream Hollywood. It made me feel good, almost like I was better understood. Can we all just work on understanding each other? Body shaming, whether it be too fat, too skinny, too athletic, etc. is unfair for all. We all want to be healthy, we all want to be beautiful, we all want to belong. I DESERVE TO BE REPRESENTED AND YOU DO TOO. We all do. And we all can be, if we start encouraging and supporting one another instead of picking each other apart 💖 #rantover #bodytalk

Ein von MYLA DALBESIO (@myladalbesio) gepostetes Foto am

"Warum das so ist? Vor 10 Jahren, als ich anfing zu modeln, wollte keine große Marke ein Model mit einer Größe größer 36 einstellen. Zum Glück haben sich die Zeiten aber geändert", schreibt sie dort.

"Wir verdienen es alle, repräsentiert zu werden"

"Zum Glück haben die Frauen, die nun sagen, dass ich keine Übergröße bin, heute auch tolle Vorbilder, die sie repräsentieren. (...) Wir wollen alle gesund sein, schön sein und dazu gehören. Wir verdienen es alle, repräsentiert zu werden", schreibt sie dort.

Die Marke selbst hat sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

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Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

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In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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