Huffpost Germany

Dieser Vater ließ sich die OP-Narbe seines Sohnes auf den Kopf tätowieren

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Gabriel Marshall aus dem US-Bundesstaat Kansas ist erst acht Jahre alt, aber er musste trotz seines zarten Alters schon viel durchmachen: Er litt an einem bösartigen Gehirntumor und musste deswegen oft ins Krankenhaus.

Jetzt geht es Gabriel zwar wieder besser, jedoch trug er nach einer Operation eine große Narbe an seinem Kopf davon. Gabriel gestand seinem Vater John Marshall, dass er sich deswegen wie ein Monster fühle. Das brach dem Vater das Herz. Gabriel sollte sich nicht wegen seiner Narbe wie ein Außenseiter fühlen.

John Marshall wollte seinen Sohn unterstützen

Marshall wollte seinem Sohn beistehen und sein Selbstbewusstsein wieder stärken. So kam der 28-Jährige auf diese herzzerreißende Idee: Er ließ sich eine Tätowierung in Form der Operationsnarbe seines Sohnes auf den Kopf stechen.

Jetzt sehen Vater und Sohn aus "wie Zwillinge" - findet Gabriel. "Ich sagte ihm, dass die Leute uns beide anstarren können, wenn sie unbedingt jemanden anstarren müssen, erzählte sein Vater dem Online-Portal "Buzzfeed".

Passend dazu: Was dieser Vater für seine Tochter macht, geht unter die Haut

Das Foto von Vater und Sohn geht um die Welt

Seine rührende Aktion erregte weltweit Aufsehen, als Marshall mit einem Foto der beiden "Narben" an einem Wettbewerb der Krebsstiftung St. Baldrick’s Foundation teilnahm. Sie hatte Väter dazu aufgerufen, Fotos einzusenden, die sie mit geschorenen Haaren zusammen mit ihren krebskranken Kindern zeigen. Die Idee dahinter ist, dass die glatzköpfigen Väter so ihre Kinder auf dem schwierigen Weg durch die Krebstherapie unterstützen, wenn sie der von der Therapie verursachten Haarausfall verunsichert.

Aber Marshall beeindruckte alle, weil er mit seiner Tätowierung einen großen Schritt weiter gegangen war, um seinen Sohn zu unterstützen. Viele Facebook- und Instagram-Seiten posteten das Foto der Beiden. Eltern weltweit drückten dem Vater ihren Respekt aus und wünschten der Familie alles Gute. Die Instagram-Seite "Bamf_Nation" mit 450.000 Followern schrieb: "Das eine ist eine echte Narbe. Das andere ist ein Tattoo, um ihn zu unterstützen und damit er sich wieder normal fühlt. Vater des Jahres? Oh ja."

Auch auf HuffPost:

Da stimmt was nicht: Ein Vater postete dieses Bild von Eisenbahnschienen und das Internet drehte durch


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

(vr)