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Uni-Ranking: Studieren ohne NC - wir verraten, wo das am ehesten geht

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Die Wahrscheinlichkeit, das ein Studiengang eine Zulassungsbeschränkung hat, hängt auch vom Hochschulstandort und von der Fachrichtung ab | skynesher via Getty Images
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  • Hilfreich bei der Wahl des Studiengangs: CHE hat NC-Quote erhoben
  • Regionale Unterschiede beim Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge
  • NC beim Bachelorstudium wahrscheinlicher als für den Master

Der Numerus Clausus - er wirkt für manchen Schüler unüberwindbar. Er ist die Zulassungsbeschränkung, an der mancher Abiturient scheitert.

Nicht weil jener 18-Jähriger nicht zum Beispiel ein guter Arzt sein könnte. Aufgrund seiner Abi-Noten wird er schlechter gelistet - und erhält eben keinen Platz an seiner Lieblingsuni.

Deutschlandweit hat beinahe jeder zweite Studiengang (durchschnittlich 41,5 Prozent) eine Zulassungsbeschränkung. Das ergab die erstmalige Erhebung der NC-Quote des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).

Die gute Nachricht: Der Trend ist rückläufig. "In den vergangenen vier Jahren ist die bundesweite NC-Quote um vier Prozentpunkte gesunken. Das zeigt, dass die Hochschulen sich insgesamt auf das Studierendenhoch besser eingestellt haben“, erklärt CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele. Zudem ist die NC-Quote fachlich und regional sehr unterschiedlich.

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Als Abiturient gilt es also wohl nur zu wissen, wo man suchen muss. Einen Hinweis gibt die angesprochene NC-Quote.

Hamburg und Bremen haben die höchste NC-Quote

Im Ländervergleich des CHE zeigt sich: Die meisten Studiengänge mit Zulassungsbeschränkungen gibt es in Hamburg: 72,3 Prozent des Angebots haben einen NC. In Bremen sind es immer noch 60,8 Prozent der Studiengänge.

Eine ähnlich hohe Quote zeigt sich bei den Uni-Städten mit mehr als 30.000 Studenten:
  • Köln (66,3 Prozent)
  • Bochum (59,5 Prozent)
  • Karlsruhe (59,7 Prozent)
  • Hannover (72,1 Prozent)

Wer sich weniger Sorgen um den NC machen will, sollte die Studienführer von Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern studieren. In beiden Bundesländern haben dem CHE zufolge nur rund 23 Prozent des Angebots eine Beschränkung, in Dreiviertel der dortigen Studiengänge kann man sich nach dem Abitur einfach einschreiben. Bei den Uni-Städten ist zum Beispiel Würzburg ein guter Tipp (NC-Quote: 17,4 Prozent).

Recht-, Wirtschaft- und Sozialwissenschaften haben oft einen NC

Der NC ist oft auch eine Fachfrage: In Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften hat mehr als jeder zweite Studiengang im Schnitt einen NC. In den Sprach- und Kulturwissenschaften sind es der CHE-Auswertung zufolge nichtmal ein Drittel im Bundesdurchschnitt.

Dabei zeigen sich lokal deutliche Unterschiede, wie das Beispiel Sprach- und Kulturwissenschaft zeigt. Die NC-Quote liegt dafür in Mecklenburg-Vorpommern bei 6,9 Prozent - in Hamburg dagegen bei 94,2 Prozent, schreibt das CHE.

Uni, FH und Abschluss - weitere Kriterien für eure Wahl

In Sachen Zulassungsbeschränkung unterscheiden sich auch die Arten der deutschen Hochschulen. Während an den Universitäten 40,1 Prozent der Studienzugänge zulassungsbeschränkt sind, sind es bei den Fachhochschulen mit 45,8 Prozent nochmals mehr.

Besonders betroffen: die Bachelor-Studiengänge. 47,6 Prozent von diesen haben einen NC. Der Hoffnungsschimmer für später: Bei den Master-Angeboten ist es lediglich rund jeder dritte (35,5 Prozent) zulassungsbeschränkt, so das Ergebnis des CHE.

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(lk)