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Die spektakulären Bilder dieses Fotografen zeigen, wie unfair unsere Welt ist

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Es sind Bilder, die fast unwirklich wirken. Der amerikanische Fotograf Johnny Miller hat für ein eindrucksvolles Fotoprojekt Drohnenaufnahmen der südafrikanischen Stadt Kapstadt gemacht. Das besondere an den Fotos: Sie zeigen auf eindrückliche Weise, was in Südafrika – aber auch an vielen anderen Orten der Welt – verkehrt läuft.

Während auf der einen Seite der Fotos jeweils die Dächer größerer Appartements und Häuser zu sehen sind, teilweise mit Garten und Pool - zeigt die andere Seite der Fotos stets eine andere Realität.

Die des armen Südafrikas. "Ungleiche Szenen" heißt die Fotokollektion passenderweise. Einfache Hütten reihen sich eng aneinander, die Slums wirken von oben im Vergleich zu den prachtvollen Bauten in den wohlhabenden Vierteln geradezu jämmerlich.

"Ich interessiere mich für Raumplanung und die Architektur der Stadt. Besonders zur Zeit der Apartheid", erklärte Miller dem Magazin "Indy 100".

Die Reaktionen auf das beeindruckende Projekt sind laut Miller überwiegend positiv. "Erst kürzlich habe ich vor einer Gruppe Menschen einen Vortrag gehalten und ein Mann kam auf mich zu", erinnert sich der Fotograf. "Er hat mir in die Augen gestarrt und gesagt ‚Du gibt’s Millionen von Menschen eine Stimme, die in Südafrika unter diesen Umständen leben’. Das hat mich sehr berührt."

capetown

Im Rahmen der Apartheidpolitik wurden in den 1950 – 1970er Jahren den Bevölkerungsgruppen in Südafrika verschiedene Siedlungsgebiete zugewiesen, was sich in der besonders klar sichtbarem Trennung zwischen arm und reich auf den Bildern Millers niederschlägt. Obwohl die Apartheid 1994 endgültig abgeschafft wurde, zeigt sich diese Teilung immer noch in den Luftbildern.

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Doch auch in anderen Großstädten der Erde liegen Überfluss und dramatische Armut nah beieinander. Laut Amnesty International leben weltweit eine Milliarde Menschen in Slums. Experten sind sich einig, dass die geografische Trennung der armen von den reichen Bevölkerungsgruppen eine Bedrohung für die soziale Mobilität ist, also die Chance gesellschaftlich aufzusteigen.

Die Fotos von Johnny Miller sind eine Mahnung: Wir sollten unseren Blick nicht abwenden - auch nicht von der anderen Seite des Bildes.

Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

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(bp)