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Hund - Mensch: Der Sprachkurs von Martin Rütter funktioniert

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Tiertrainer Martin Rütter kennt sich mit Hunden - und Menschen - aus

Happy Birthday, Martin Rütter! Der erfolgreiche Tiertrainer feiert am heutigen 22. Juni seinen 46. Geburtstag. Er selbst hat seinen Fans bereits im April ein großes Geschenk gemacht, denn da kam sein aktuelles Buch, "Sprachkurs Hund mit Martin Rütter: Körpersprache und Kommunikation" (Kosmos, 160 Seiten, 19,99 Euro), auf den Markt. Und das ist ein echter Gewinn, auch für Hunde-Routiniers. Hier ein paar Themen daraus, die gewohnt klar und deutlich erklärt werden:

Der Hund im Bett

"Sprachkurs Hund mit Martin Rütter: Körpersprache und Kommunikation" - hier können Sie das Buch bestellen

Mit ihrem Social-Media-Post von sich und ihrem Hund im Bett sorgte Heidi Klum (43) gerade wieder für viel Aufregung. Das Thema wird allerdings schon immer heiß diskutiert. Rütters Buch zufolge kommt es bei der Entscheidung, ob ein Hund mit auf die Couch oder ins Bett darf, auf "die Mensch-Hund-Beziehung" an. Zum einen sollte der Hund "jederzeit den Platz räumen, wenn man es von ihm verlangt". Noch besser sei es aber so: "Der Hund geht nur aufs Sofa, wenn man es ihm erlaubt." Verteidigt das Tier dagegen den Platz, wird es Zeit für eine Korrektur...

Die vielen Arten des Bellens

Hunde bellen, so ist das nun mal. Weil aber gerade das Menschen mit Hundephobie Angst macht, ist es umso wichtiger, zu verstehen, dass es viele verschiedene Arten des Bellens gibt: Manche Hunde bellen zur Begrüßung, andere fordern damit zum Spielen auf. Beides ist nicht gefährlich, sondern freundlich gemeint. Bellt der Hund dagegen aus territorialen Gründen, weil er das Grundstück bewacht, oder aus Unsicherheit, "ist der Mensch als Rudelführer gefragt". Tipps dazu gibt es im Buch.

Hunde können beißen

Das andere große Sorgenthema: "Von Natur aus sind Hunde in der Lage, mit ihrem Kiefern Knochen zu zerkauen, zu reißen, zu verletzen und auch zu töten", heißt es zu Beginn des Kapitels "Beißhemmung". Beschönigt wird hier nichts, erklärt dafür umso mehr. So erfährt der Leser beispielsweise, wie dem Welpen die Beißhemmung gegenüber Menschen beigebracht werden kann: "Dazu eignen sich Kuschel- und Tobespiele auf dem Boden", mal ganz allgemein gesagt, konkreter wird's im Buch...

So geht richtiges Streicheln

Menschen und vor allem auch Kinder haben ein starkes Bedürfnis, Hunde zu streicheln. Der eigene Hund sollte das auch gerne zulassen und genießen. Damit es auch wirklich für beide Seiten schön ist, gilt laut Rütter: "Streicheln, nicht klopfen". Auch "heftiges Tätscheln auf dem Kopf" könnte der Hund sogar als Maßregelung richtig falsch verstehen - "von oben kommende Berührungen bedeuten in der Hundesprache immer eine Bedrohung". Besonders gern wird der Vierbeiner dagegen an diesen Stellen gestreichelt: "Kinn, Ohren, Bauch, hinterer Rücken".

Und jetzt noch das Wichtigste für Eltern und Kinder: Wie streichle ich einen fremden Hund? Ganz einfach: "Halter begrüßen und fragen", ob es in Ordnung ist. Bei einem Ja, sollte man sich dem Tier seitlich, "nicht frontal", nähern und ihn "an der Hand schnuppern lassen". Hat der Hund fertiggeschnuppert, steht einem erfolgreichen Streichelerlebnis nichts mehr im Weg...