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So wollen Ratingagenturen Großbritannien nach einem Brexit abstrafen

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BANK LONDON
Briten stehen kurz vor dem Brexit-Referendum Schlange, um britische Pfund in ausländische Währungen umzutauschen | Peter Nicholls / Reuters
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  • Die Ratingagentur Standard&Poor’s will Großbritanniens Kreditwürdigkeit im Falle eines Brexit herabstufen
  • Zuvor hatte schon Fitch eine Überprüfung von Großbritanniens Bestnote angekündigt

Die US-Ratingagentur Standard&Poor’s will Großbritannien im Falle eines EU-Austritts die Bestnote für seine Kreditwürdigkeit entziehen.

"Wenn Großbritannien sich im EU-Referendum am Donnerstag für einen Brexit entscheiden sollte, dann wäre das AAA-Kreditrating fällig und würde innerhalb kurzer Zeit danach zurückgestuft werden", sagte Moritz Kraemer, Managing Director und Global Chief Rating Officer Sovereign Ratings bei S&P, der "Bild"-Zeitung.

Politische Situation in Großbritannien wäre nach dem Brexit unvorhersehbar

Dem Bericht zufolge führte Kraemer als Grund an, dass die politische Situation im Land bei einem Brexit weniger vorhersehbar und rational wäre, auch weil es keinen wirklichen Plan für die Zeit nach einem Brexit gebe.

Schon im Mai hatte die Ratingagentur Fitch angekündigt, dass sie Großbritanniens Einstufung mit AA+ nach einem Brexit überprüfen und eventuell herunterstufen würde. Als Grund gab Fitch an, dass ein Austritt politische Risiken verschärfen und die Wirtschaft Europas belasten könnte.

Dazu passend: Sechs kaum beachtete Folgen, die ein Brexit hätte

In dem historischen Referendum entscheiden die Briten, ob sie in der EU bleiben oder austreten wollen. 46,5 Millionen registrierte Wähler dürfen abstimmen.

Die Wahllokale sind von 08.00 bis 23.00 Uhr MESZ geöffnet. Mit ersten Resultaten wird am frühen Freitagmorgen gerechnet, ein Ergebnis dürfte im Laufe des Vormittags feststehen.

Mit Material der AP

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