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Chef der deutsch-britischen Handelskammer warnt vor Brexit-Folgen für Deutschland

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Bei ihm klingelt gerade pausenlos das Telefon: Ulrich Hoppe, Chef der deutsch-britischen Handelskammer in London. Ihn rufen deutsche Unternehmen an, die sich auf den Brexit vorbereiten.

Im Live-Gespräch mit der Huffington Post warnt er: Falls es zum Brexit kommt, würde der auch Deutschland treffen. "Die Brexit-Befürworter leben in einem Wolkenspiel. Sie glauben, alles wird schöner, höher, weiter. Aber sie haben keine Idee, wie sie das Gestalten wollen", sagt Hoppe. Viele Unternehmen seien dadurch verunsichert. "Standards und bürokratische Hürden werden sich ändern", so Hoppe. Wie, lasse sich aber nicht vorhersagen.

Unternehmen wie Siemens und BMW, die auf dem britischen Markt stark aktiv sind, wären besonders betroffen von einer Brexit-Entscheidung. "Diese Unternehmen werden Aktivitäten zurück in die EU verlagern müssen, weil aus sie nicht mehr in Großbritannien unter den einheitlichen EU-Regeln aktiv sein können", sagt Hoppe.

"Vieles werde dadurch in Deutschland teurer", sagt Hoppe. Im Moment hat die EU einen gemeinsamen Markt mit 500 Millionen Verbrauchern. Die Produktion von Produkten würde weiter zersplittert werden - und das sei im Regelfall immer teurer.

Hoppe rechnet mit einem knappen Ausgang des Referendums.

"Ich bin aber optimistisch, dass die Briten vor einen Verbleib stimmen werden", sagt Hoppe. Er warnt aber davor, dass bei einem Brexit die Debatte auch irgendwann Deutschland treffen könnte. "Es gibt viele Menschen in Deutschland, die einen Unmut über die EU haben", sagt Hoppe. "Das ist ein Versagen der demokratischen Parteien, die darauf keine Antworten finden", sagt Hoppe.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.