Huffpost Germany

"Bastille Day": Idris Elba bewirbt sich für Bond

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

CIA-Agent Sean Briar (Idris Elba, l.) verhört den professionellen Taschendieb Michael Mason

In "Bastille Day" muss sich Idris Elba (43, "The Gunman") mit Richard Madden (29, "Cinderella") zusammentun, um einen verheerenden Bombenanschlag zu verhindern. Elba schlüpft dabei in die Rolle eines brutalen CIA-Agenten, der sich nicht unterkriegen lässt. Über den 43-Jährigen wird schon seit Jahren als "James Bond"-Nachfolger spekuliert. Im spannenden Actionthriller "Bastille Day" darf er jetzt unter Beweis stellen, dass er die Fähigkeit dazu besitzt.

Jagd auf einen Attentäter

Wie Idris Elba es schafft, trotz all des Erfolgs, bodenständig zu bleiben? Bei Clipfish erfahren Sie mehr

US-Amerikaner Michael Mason ("Game of Thrones"-Star Richard Madden), ein professioneller Taschendieb, wird durch Zufall in einen Anschlag in Paris verwickelt. Als er eine geklaute Handtasche in einer Mülltonne auf einem belebten Platz verschwinden lässt, beginnen für ihn die Probleme - denn in der Tasche war eine Bombe versteckt. Mehrere Menschen sterben durch die Explosion, Mason gerät ins Visier der Geheimdienste. Der hartgesottene CIA-Agent Sean Briar (Idris Elba) soll sofort nach Paris und ihn ausfindig machen, damit er in die USA gebracht werden kann - bevor die französischen Geheimdienste ihn schnappen.

Nachdem Briar Mason gefunden und seine Geschichte angehört hat, wird ihm klar, dass Mason unschuldig ist. Jedoch ist der Taschendieb der einzige Zeuge, der die ursprüngliche Besitzerin der Handtasche identifizieren kann. Gemeinsam versuchen sie, die Frau aufzuspüren und den Grund für den Anschlag zu finden.

Terrorismus in Europa

Der Film greift ein Thema auf, das in Europa längst traurige Realität geworden ist: Terror-Attentate. Dass die Anschläge in "Bastille Day" in Paris geschehen, war jedoch reiner Zufall, denn das Drehbuch wurde bereits 2012 geschrieben. Die tatsächlichen Anschläge in Paris 2015 und die Anschläge in Brüssel 2016 lassen den Film noch viel realistischer wirken.

Die Geschichte ist durchgehend packend, hat aber auch ihre lustigen Momente. Das Einzige, was einige Kinogänger stören könnte, ist ausgerechnet die Aktualität des Gezeigten, der fade Beigeschmack angesichts der traurigen Ereignisse in Paris und Brüssel. Aber dafür kann der Film nichts. Es herrscht von Beginn an Spannung und talentierte Schauspieler und Originalschauplätze bieten eine tolle Unterhaltung. Wer Actionthriller mag, wird durchaus seine Freude daran haben.

Ein ungleiches Duo

Das Zusammenspiel zwischen Elba und Madden rundet die Geschichte perfekt ab. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmt, denn CIA-Agent Briar und der smarte Michael ergeben ein gutes "unfreiwilliges" Team. Obwohl sie unterschiedliche Charaktere besitzen, haben sie eine glaubwürdige Verbindung zueinander.

Fazit

Im Ganzen handelt es sich um einen nervenaufreibenden und spannenden Action-Thriller, der aktuelle Themen wie Terrorismus, Korruption, Manipulation, Polizeigewalt und soziale Ungerechtigkeit aufgreift. Dadurch wirkt der Film sehr realistisch. Auf die Frage zurückzukommen, ob Idris Elba auch wirklich das Zeug zum nächsten James Bond hat, gibt der Actionfilm eine eindeutige Antwort: Ja! Er bringt tatsächlich alles mit, um der neue 007-Agent zu werden. Als CIA-Raubein überzeugt er nicht nur durch seine charismatische Art, sondern auch als toller Schauspieler.