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Angst in Kindergärten: Warum das Mädchen auf der Toilette steht, schockiert das Netz

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Kleinkinder können ihre Eltern schnell aus der Fassung bringen - in diesem Fall liegt die Schuld allerdings nicht bei dem Kind.

Stacey Wehrman Feele aus Traverse City in den USA erwischte ihre dreijährige Tochter Chandler, wie sie auf dem Toilettensitz balancierte. Die Mutter musste lachen, und machte ein Foto von ihrer lebhaften Dreijährigen.

Dann fragte sie Chandler, warum sie denn auf der Toilette stehe. Die Antwort der Kleinen ließ sie buchstäblich zusammenbrechen, wie das Video zeigt.

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Auf Facebook schrieb sie:

"Ich machte das Foto, weil ich anfangs dachte, es wäre lustig. Ich wollte es meinem Mann schicken, um ihm zu zeigen, was unsere schelmische Dreijährige so alles treibt. Als sie mir jedoch sagte, was sie gerade machte, brach ich zusammen.

Sie übte für ein Attentat-Szenario im Kindergarten und sie hatte das gelernt, falls sie während eines möglichen Amoklaufs in der Toilette eingeschlossen ist. In diesem Moment war all die Unschuld verloren, von der ich glaubte, dass sie meine Dreijährige gehabt hätte.

Politiker - bitte schaut euch das an. Das ist unser Kind, euer Kind, eure Enkel und Urenkel und die zukünftigen Generationen, die kommen werden. Sie werden ihre Leben leben und in einer Welt aufwachsen, die auf euren Entscheidungen basiert.

Sie sind gerade mal drei Jahre alt und sie werden sich in Toilettenkabinen verstecken und auf den Toilettensitzen stehen. Ich weiß nicht, was ihnen schwerer fallen wird? Zu versuchen, über eine lange Zeit ruhig zu bleiben oder die Balance auf der Toilettenschüssel zu halten?

Niemand glaubt, dass die Waffen-Kontrolle zur vollständigen Eindämmung von Kriminalität führt. Aber vielleicht, nur vielleicht, hilft es - so 1, 2 oder 50 Prozent? Wie kann man das wissen, wenn wir es nicht wenigstens versuchen? (...)

Ich sage nicht, dass ich alle Antworten kenne, aber wenn ihr nicht wollt, dass eure Kinder auf den Toiletten stehen, dann müssen wir etwas tun."

Die Gefahr eines Anschlags ist real

Wehrman Feeles Post wurde schon über 8000 Mal geteilt - eine Facebook-Nutzerin kommentierte: "Das ist falsch, so falsch - das sollte nicht Teil einer Kindheit sein."

Doch die Gefahr möglicher Attentate ist leider real - in USA wie in Deutschland. Im Dezember 2012 rettete die Lehrerin Kaitlin Roig Debellis 15 Schüler, indem sie sie in den Toiletten vor einem Attentäter versteckte. Der 20-jährige Adam Lanza tötete in der Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut 20 Schüler und sechs Lehrer.

In Deutschland fielen im März 2009 15 Menschen einem Amoklauf an der Realschule in Winnenden zum Opfer. Die Tat schockierte damals das ganze Land und sorgte für heftige politische Diskussionen.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

(ca)