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Sternschnuppen: Was sind sie - Meteor, Meteoroiden oder Astroiden?

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Sternschnuppen - was sind sie eigentlich? | Nikolay Pandev via Getty Images
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  • Sternschnuppen - Wunscherfüller oder Angstmacher?
  • Sind sie Meteor, Meteoroiden oder Astroiden?
  • Und: Wieso sind Sternschnuppen für Metoritenkrater verantwortlich?

Über Sternschnuppen freuen sich Himmelsbeobachter besonders. Kein Wunder, sagt man ihnen doch nach, sie vermögen Wünsche zu erfüllen. Doch was sind eigentlich genau Sternschnuppen?

Meteor, Meteoroiden und Astroiden

Eine Sternschnuppe wird als Meteor bezeichnet. Gemeint ist damit die Leuchterscheinung, die entsteht, wenn Meteoroiden in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen.

Meteoroiden gehören zusammen mit den Asteroiden und Kometen zu den kleineren Objekten im Weltall. Sie unterscheiden sich durch Größe und chemische Zusammensetzung.

  • Woraus bestehen sie?

Während Meteoroiden und Asteroiden beide aus Stein oder Eisen bestehen, werden Kometen auch gerne als schmutzige Eisbälle bezeichnet. Sie bestehen aus Wassereis, gefrorenen Gasen, Staub und kohlenstoffhaltigen Verbindungen.

Auch sie umkreisen die Sonne in einer Bahn und wenn sie ihr näher kommen, tauen sie langsam auf. Dabei entsteht ein Streifen der Millionen Kilometer lang sein kann. Deswegen nennt man sie auch Schweifsterne.

  • Inwiefern ist die Größe entscheidend?

Asteroiden und Meteoroiden werden durch ihre Größe unterschieden. Für Meteoriden gilt, sie sind deutlich größer als ein Atom und kleiner als ein Asteroid. Das heißt sie variieren zwischen einem Millimeter und mehreren Metern und einem Gewicht zwischen einem Milligramm und mehreren Tonnen.

Asteroiden beginnen bei einer Größe von einigen Metern. Der Großteil von ihnen hat einen Durchmesser von weniger als 100 Kilometer. Als größter Asteroid galt Ceres mit einem Durchmesser von 975 Kilometern. Seit 2006 zählt er aber zu der damals neuen Definition der Zwergplaneten, da er eine runde Form hat.

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Gewaltige Meteoriten und ihre Krater auf der Erde

Verglüht ein Meteoroid nicht ganz als Meteor in der Erdatmosphäre, erreicht er die Erde in fester Form. Dieser Brocken wird als Meteorit bezeichnet. Meteoriten können durch ihre enorme Aufschlaggeschwindigkeit erheblichen Schaden auf der Erde erzeugen.

Der größte bekannte Meteoritenkrater ist zugleich auch der älteste: Vor etwa zwei Milliarden Jahren kam es in Vredefort in Südafrika zu einem Einschlag dessen Durchmesser gut 300 Kilometer umfasste.

Wesentlich jünger aber von ähnlichem Umfang ist der Chicxulub-Meteor-Krater auf der Halbinsel Yucatau in Mexico. Dabei handelte es sich um einen etwa 10 Kilometer großen Asteroiden, der vor circa 65 Millionen Jahren einschlug. Es ist eine der gewaltigsten Naturkatastrophen, die es je auf der Erde gegeben hat. Dieser Einschlag wird von der Forschung auch mit dem Massensterben der Dinosaurier in Verbindung gebracht.

Durch Bohrungen fand ein internationales Forscherteam heraus, dass innerhalb von nur zehn Minuten die Erdoberfläche mit einer Wucht deformiert wurde, die der unvorstellbaren Energie von etlichen Millionen Wasserstoffbomben gleicht. Da der Meteorit in Steine einschlug, die mit Erdöl getränkt waren, kam es zu schwerwiegenden Folgen für Flora und Fauna.

Sternschnuppen – Wunscherfüller oder Angstmacher?

Wenn eine Sternschnuppe ein verglühender Meteoroid ist und gänzlich in der Erdatmosphäre verpufft, handelt es sich um ein hübsches Leuchten am Erdhimmel. Über das kann man sich freuen und wer mag, darf sich etwas wünschen.

Aber ist es nicht ratsam, sich dann zu wünschen, dass der Meteoroid bitte gänzlich verglühen soll, damit bitte kein Meteorit auf der Erde einschlägt und zu einer Katastrophe führt? Gerade unter diesem Aspekt erscheinen doch Meteorströme, auch Sternschnuppenschwarm genannt, doch eher bedrohlich.

Dazu kommt es, wenn die Erde eine Kometenbahn kreuzt. Die kleinen Partikel des Kometenschweifs sind für uns dann ganz viele Sternschnuppen. Zu den jährlich wiederkehrenden Meteorströmen gehören zum Beispiel die Perseiden und Geminiden. Auch wenn diese Meteorströme gern gesehene Ereignisse sind, so ist die Möglichkeit von Meteoriteneinschlägen doch vorhanden.

Ein Meteoriteneinschlag in Russland hat 2013 wieder für Angst und eine Erweiterung der Warnsysteme gegen gefährliche Himmelskörper gesorgt. Ob ein solches Warnsystem wirklich rechtzeitig und zuverlässig zu schützen vermag, ist zu bezweifeln. So lange man also eine Sternschnuppe sieht, sollte man sich freuen, dass nicht alles, was von dort oben kommt automatisch eine Gefahr bedeutet.

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(cho)