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"Solar Impulse": Schweizer überquert mit Sonnenflieger den Atlantik

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SOLAR IMPULSE
Der Schweizer Pilot überquert mit seinem Sonnenflieger den Atlantik - und das ohne Treibstoff | dpa
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  • Mit dem Sonnenflieger "Solar Impulse 2" um die Welt
  • Letzte Herausforderung: Atlantik-Überquerung
  • Schweizer wollen mit dem Abenteuer für erneuerbare Energie werben

Einmal um die ganze Welt - dank Sonnenenergie. Diesen Traum erfüllen sich die Schweizer Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg mit ihrem Sonnenflieger "Solar Impulse". 14 Etappen und den Pazifik haben sie seit dem Start im März im Golfemirat Abu Dhabi schon hinter sich gebracht.

Seit Montagmorgen deutscher Zeit meistern sie die letzte riesengroße Herausforderung: Die "Solar Impulse 2" fliegt über den Atlantik nach Europa.

Wie lange braucht der Sonnenflieger für die Überquerung?

Für die rund 5700 Kilometer von New York ins spanische Sevilla hat Pilot Bertrand Piccard etwa 90 Stunden eingeplant. Am Montagmorgen ist er gestartet.

Eine Schönwetter-Periode macht den Flug möglich, bei dem es sich nach Angaben der Piloten um die erste solar- und elektrobetriebene Atlantiküberquerung handelt.


Wie wird der Flug ablaufen?

Piccard kann in der gerade mal 3,8 Quadratmeter kleinen Pilotenkanzel quasi nur sitzen oder liegen. Hin und wieder legt er höchstens 20-minütige Schlafpausen ein. Kollege André Borschberg überwacht den Flug von einem Kontrollzentrum in Monaco aus.

Den Flug können Interessierte übrigens auf der Projektseite mitverfolgen. Dort werden live die Daten zum Atlantik-Überflug eingespielt.


Wie funktioniert der Sonnenflieger?

Angetrieben wird das aus Karbonfasern gebaute 2,3 Tonnen schwere Flugzeug mit einer Spannweite von 72 Metern völlig ohne Treibstoff. Stattdessen verfügt es über 17.248 Solarzellen sowie vier Propeller und Batterien.

Er fliegt mit Sonnenenergie, kann diese aber auch in Batterien speichern und deshalb auch nachts vorwärts kommen. Zwölf Jahre wurde der Flieger entwickelt und gebaut, bevor es losgehen konnte.


Wer sind die Piloten?

Die Piloten sind Abenteurer, Ingenieure und Flugpioniere aus der Schweiz. Piccard ist zudem Spross einer prominenten Forscherfamilie: Sein Großvater stieg 1931 mit einem Ballon in die Stratosphäre auf. 1953 tauchte er mit einem U-Boot mehr als 3100 Meter unter der Meeresoberfläche.

Piccard machte schon 1999 Schlagzeilen, als er mit dem Briten Brian Jones in einem Ballon im Non-Stop-Flug die Erde umrundete. Hinter Piccard und Borschberg steht zudem ein etwa 90-köpfiges Team aus Ingenieuren, Unterstützern und Geldgebern.

Warum machen sie das Ganze?

Als Abenteuer, aber vor allem auch um für erneuerbare Energien zu werben. "Wir alle könnten auch am Boden die gleichen Technologien einsetzen, um den weltweiten Energieverbrauch zu halbieren, die natürlichen Ressourcen zu schonen und unsere Lebensqualität zu verbessern", schreiben die beiden Piloten auf der Webseite des Projekts.


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(lk)