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Alexander Schprygin: Russischer Hooligan-Chef reiste nach Rauswurf zurück zur EM

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HOOLIGAN
Diese Foto vor dem Stadion in Toulouse postete Alexander Schprygin auf Twitter | Twitter
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  • Alexander Schprygin, der Chef des russischen Fanverbandes, wurde in einem Stadion in Frankreich festgenommen
  • Nach den Krawallen russischer Hooligans war er des Landes verwiesen worden

Der nach den Ausschreitungen von Marseille ausgewiesene Vorsitzende des Allrussischen Fanverbandes, Alexander Schprygin, ist am Montag erneut in Frankreich festgenommen worden.

Der Russe sei im EM-Stadion der südfranzösischen Stadt Toulouse aufgegriffen und in Polizeigewahrsam genommen worden, teilte der Sprecher des Pariser Innenministeriums am Montagabend mit. Im Stade Municipal spielte das russische Team gegen Wales.

Auf Twitter hatte Schprygin zuvor unter anderem ein Bild vor dem Stadion gepostet: "Hallo Euro 2016", schrieb er, "Russland voran". In einem weiteren Tweet hieß es: "Um beim Match zu sein, musste ich einen etwas unüblichen Weg im Schutze der Nacht nehmen und für eine Zeit Tourist werden."

Dazu passend: Sind russische EM-Hooligans eine Schlägertruppe aus dem Kreml?

Schprygin gehörte zu einer Gruppe von Russen, die wenige Tage nach der Hooligan-Gewalt rund um das Spiel Russland-England in der Nähe von Cannes festgenommen wurden. Drei von ihnen wurden im Schnellverfahren verurteilt, 20 weitere wegen Störung der öffentlichen Ordnung ausgewiesen. Am Samstag flogen sie von Nizza nach Moskau.

Schprygin gilt mit seinem Fanverband als ein Drahtzieher der Ultras in Russland, dem Gastgeberland der WM 2018. Ihm werden auch enge Beziehungen zur rechten Szene vorgeworfen. Aus Paris hieß es, Schprygin drohe nun möglicherweise eine Strafverfolgung - es ist aber auch möglich, dass er einfach erneut ausgewiesen wird.

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(lk)