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Vater erhält in einem Café einen Zettel, der das Leben mit seinem Kind für immer verändern wird

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ZETTEL
Ein Erlebnis in einem Café änder sein Leben und das seiner Tochter | Screenshot
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Wer kennt das nicht? Viel zu oft hindern uns technische Gerätschaften wie Smartphones oder Laptops am Blick für das Wesentliche. Wir vergessen, dass wir eigentlich den Menschen, die wir lieben, und nicht den elektronischen Spielzeugen unsere volle Aufmerksamkeit schenken sollten.

Auch dem Facebook-User David Rosenmann ging das so. Wenn er mit seiner Tochter in ein Café ging, beschäftigte sie sich mit sich selbst, während er Zeitung las oder am Notebook hing.

Bis ein schicksalhaftes Erlebnis das Verhältnis zu seiner Tochter für immer veränderte. Der Mann teilte es auf Facebook, sein Post wurde mehr als 11.000 mal geliked.

Sein Post liest sich folgendermaßen:

"Liebe Menschen, heute morgen ging ich mit meiner neunjährigen Tochter in ein Café. Sie hatte es sich gewünscht. Sie hatte ihr kleines Häkelset dabei, ich brachte eine Zeitung, mein Notebook und einen Stift mit.

Alles würde so laufen wir immer: Wir würden beide am selben Tisch sitzen, aber beide unser eigenes Ding machen. Meine Tochter würde sich mit sich selbst beschäftigen, ich würde meine E-Mails checken, die kommende Woche planen und noch ein paar Dinge erledigen.

Kennt ihr das auch? Doch an diesem Tag hatte sie eine besondere Bitte an mich: "Papa, kannst du heute mal nicht deine Zeitung lesen, nicht doodeln und keine Mails lesen? Können wir nicht einfach zusammen Zeit verbringen"?

Ich will jetzt nicht pathetisch klingen, aber genau das war ihre Frage. Sie zeigte mir ihre Häkelarbeit. Ich erinnerte mich an den Tag, an dem sie geboren wurde. Wir rätselten, ob die Paare um uns herum ein Date hatten, oder nicht. Sie mag es, Menschen nachzuahmen, die gerade ein Date haben.

Sie erzählte mir von ihren Freunden und einem Hamster. Ich sah ihr zu, wie sie auf ihrem Frühstücks-Sandwich kaute und bei dem Gedanken, wie sehr ich sie liebe, schmolz ich ein wenig dahin.

Bevor wir den Laden verließen, ging ich zur Kasse, um für ihren Bruder etwas zu Essen mitzunehmen. Als ich zum Tisch zurückkam, fand ich dort einen Zettel. Meine Tochter sagte mir, eine Frau kam, als sie das Café verließ, an den Tisch und fragte sie, ob ich ihr Vater sei. Der Zettel sei für mich.

Ich sah mich um und wandte mich dem Zettel zu. Darauf las ich folgenden Text:

Ich arbeite in einer Schule, an der viele Töchter keinen Vater mehr haben. Und die Väter der anderen Mädchen haben wohl noch nie so viel Zeit mit ihren Töchtern verbracht, wie sie es an einem Sonntag gemacht haben, indem sie ihrer Tochter zugehört, sich ihr gewidmet und ihr 100 Prozent ihrer Aufmerksamkeit geschenkt haben.

Sie haben keine Ahnung, welches Geschenk sie gerade all den Lehrern gemacht haben, die ihre Tochter bis zum Abschluss begleiten werden."

David Rosenmann beendete seinen Post mit folgenden Worten:

"Bitte wartet nicht darauf, dass eure Kinder oder andere Menschen, die ihr liebt, euch um eure Aufmerksamkeit bitten, so wie es meine Tochter bei mir getan hat. Erwartet nicht, dass euch jemand eine solche Notiz hinterlässt, so etwas Schönes gibt es in unserer Welt viel zu selten.

Ich lade euch ein, das Geschenk dieser Erfahrung mit mir zu teilen. Entscheidet euch heute dafür, für jemanden, den ihr liebt, da zu sein - wenn auch nur für eine kurze Zeit lang.

Und wenn ihr jemand seht, der das tut, hinterlasst ihm eine Nachricht - es wird mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck hinterlassen."

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

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Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.