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So heftig antwortet das ZDF auf Kritik an EM-Moderatorin Neumann

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Die ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann ist die erste Frau, die in Deutschland die Fußball-EM kommentieren darf. Im Jahr 2016.

Im Netz schlugen Neumann nach ihrem ersten Einsatz beim Spiel Wales gegen die Slowakei bereits Spott und blanker Chauvinismus entgegen. Dagegen wehrt sich nun das ZDF mit deutlichen Worten, wie ihr im Video oben sehen könnt.

Passend zum Thema: Die HuffPost bewertet den ersten EM-Einsatz von Claudia Neumann

Auch bei der Partie Italien gegen Schweden, dem ersten Spitzenspiel, das Neumann kommentieren durfte, entbrannte wieder ein wütender Männer-Shitstorm. In den sozialen Netzwerken empören sich Nutzer über diese Gehässigkeiten.


"Offenbar können es einige Hasenhirne unter den männlichen deutschen Fußballfans nicht ertragen, dass ihnen da eine Frau erklärt, was auf dem Platz vor sich geht", antwortete Sebastian Christ in der Huffington Post.

Gegenfront im Netz

Und auch in den sozialen Medien hat sich nun eine starke Gegenfront zum Sexismus vieler Fußballfans gebildet. Denn noch immer scheinen viele männliche Fußballfans noch nicht begriffen zu haben, dass "ihr" Sport eben ein Sport für alle ist - und auch Frauen durchaus Fußball-Kompetenz besitzen.

Ein Nutzer kommentierte bitterböse: "Neumann ist wie Steffen Simon mit Eiern. Gefällt mir!" Dem angestammten ARD-Kommentator Simon dürfte das weniger geschmeckt haben.


Diese Nutzerin geht noch weiter. Sie hat einen Vorschlag: "Ich wünsche mir ja heimlich, dass Claudia Neumann das Finale kommentiert." Sie sei kompetent, unaufgeregt und engagiert.


"Wesentlich besser als Bela Rethy", befindet dieser Nutzer. Viele Zuschauer hatten Neumann zuvor ihr Fachwissen absprechen wollen. "Erklär mir doch mal die Abseitsregel", war nur ein hämischer Kommentar, der bei Twitter die Runde machte. Viele neutrale Beobachter waren aber besonders von der guten Vorbereitung und dem Fußballwissen der Kommentatorin angetan.



Männerdomäne Fußball-Kommentator

Neumann selbst gibt sich gelassen. "Ich selbst kümmere mich nicht um Shitstorms in den sozialen Netzwerken, die zudem ja nicht überraschend daher kommen", sagte sie nach ihrem ersten Spiel.

"Ich wundere mich nur, dass alle Welt von mir dazu Erklärungen erwartet, dabei geht es doch in jeder Hinsicht um gesellschaftspolitische Aspekte und nicht um mich als Person", so Neumann.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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(lp)