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Sicherheitsbehörden melden: Cyber-Kalifat des IS womöglich Erfindung der Russen

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Deutsche Sicherheitsbehörden vermuten hinter Cyber-Angriffen unter der Flagge des IS Hacker aus dem Kreml | dpa
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  • Hinter Angriffen einer Hackergruppe unter der Flagge des IS sollen in Wahrheit russische Hacker stecken
  • Deutsche Sicherheitsbehörden sehen den IS bislang nicht dazu in der Lage, komplexe Sabotageattacken im Netz durchzuführen

Das sogenannte Cyber-Kalifat – die angebliche Hackergruppe der Terrormiliz Islamischer Staat - existiert womöglich nicht.

Hinter den Online-Angriffen der Gruppierung sollen in Wahrheit Hacker des Kreml stecken. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Sicherheitsbehörden.

Nach Informationen des Magazins sehen deutsche Sicherheitsbehörden die Terrorgruppe bislang nicht dazu in der Lage, komplexe Spionage- oder Sabotageattacken im Netz durchzuführen.

Angriffe des Cyber-Kalifats tatsächlich von Russen verübt

Etliche Indizien sprächen dafür, dass die dem Cyber-Kalifat zugeschriebenen Angriffe tatsächlich von russischen Hackern verübt worden seien.

Dieser Verdacht ist nicht neu. Anfang Juni vermeldete das französische Magazin "L’Express" unter Berufung auf Justizkreise, dass der Cyber-Angriff auf den französischen Sender TV5 Monde im April, der ursprünglich dem IS zugeschrieben worden war, tatsächlich nach Russland zurückführbar sei.

Propaganda für die Terrormiliz Islamistischer Staat (IS), die während der Attacke auf die IT-Systeme auf den Webseiten und Social-Media-Konten des Senders zu sehen war, sei möglicherweise ein Täuschungsmanöver gewesen, sagte damals Senderchef Yves Bigot unter Hinweis auf Experten der französische Behörde für Sicherheit von Informationssystemen.

Über 4000 russische Cyber-Agenten im Einsatz

Laut aktuellsten Erkenntnissen wären nun auch andere Angriffe des vermeintlichen "Cyber-Kalifats" tatsächlich von russischen Hackern ausgeführt worden, berichtet der "Spiegel" weiter.

Das Blatt nennt unter anderem den Hacker-Angriff auf das Zentralkommando der US-Streitkräfte Anfang 2015, die Cyber-Attacke auf das amerikanische Außenministerium und saudische Sicherheitsbehörden im Frühjahr 2016.

Laut Informationen des Magazins gehen deutsche Sicherheitsbehörden davon aus, dass die drei russischen Geheimdienste FSB, GRU und SWR derzeit mehr als 4000 Cyber-Agenten befehligen. Damit steht der Kreml mit der USA gleich auf.


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(lp)