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Nach Orlando-Attentat: Trump stürzt in Umfrage dramatisch ab

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DONALD TRUMP
Aktuelle Studien zeigen: Donald Trumps Beliebtheit sinkt | LAURA BUCKMAN via Getty Images
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  • Präsidentschaftskandidat Donald Trump büßt bei den US-Bürgern an Zustimmung ein
  • 70 Prozent haben derzeit ein negatives Bild von Trump, ergab eine Studie

Noch vor wenigen Wochen gab sich Donald Trump siegessicher. Auf Twitter teilte der republikanische Präsidentschaftskandidat eine Statistik nach der nächsten.

"Noch nie bekam ein republikanischer Kandidat so viele Stimmen wie ich!", erklärte er dort selbstbewusst.

Und tatsächlich schienen ihm die Zahlen recht zu geben. Gegen die anderen republikanischen Kandidaten schien sich der Konservative zumindest mühelos durchsetzen zu können.

Beliebtheitswerte sinken

Doch aktuell hat Trump keine Statistiken mehr zitiert – denn die aktuellsten Ergebnisse dürften dem Geschäftsmann, der im Juli 2016 mit hoher Wahrscheinlichkeit republikanischer Präsidentschaftskandidat wird, weniger gefallen.

Eine aktuelle Studie der "Washington Post" ergab, dass 70 Prozent der Amerikaner ein negatives Bild von Trump haben – und nur rund 29 ein positives.

Zum Vergleich: Von Hillary Clinton, Spitzenkandidatin der Demokraten, haben laut derselben Studie rund 55 Prozent ein negatives und zumindest rund 43 ein positives Bild.

Clinton führt mit sechs Prozent

Eine ebenso aktuelle Studie des amerikanischen Nachrichtensenders CBS bestätigt Trumps Abwärtstrend. Laut der Studie lag der Beliebtheitswert des Milliardärs im Mai dieses Jahres noch bei 41 Prozent, jetzt nur noch bei rund 37 Prozent. Auch Clintons Beliebtheitswerte sind gesunken: Von 47 Prozent auf 43 Prozent.

Damit führt Clinton weiterhin mit stabilen sechs Prozentpunkten vor Trump.

Meinungserhebung kurz nach Orlando-Attentat

Interessant dürfte auch sein, dass die Statistik im Zeitraum kurz vor und kurz nach dem Anschlag auf den Pulse-Club in Orlando erhoben wurde.

Seither haben sich mehrere Debatten aufgeheizt, die den Präsidentschaftswahlkampf massiv beeinflussen könnten. Bei den Themen Waffengewalt, Homosexuellen-Rechte, Terrorismus und den Zusammenhang zum Islam vertreten Trump und Clinton teilweise fast gegensätzliche Meinungen.

Ein möglicher Zusammenhang zu Trumps drastischen Äußerungen kurz nach dem Attentat und den aktuellen Zahlen kann deshalb nicht ausgeschlossen werden.

Der Republikaner hatte kurz nach dem Attentat auf den Schwulenclub in Florida, bei dem 49 Menschen ums Leben kamen, dazu aufgerufen, eine Einreisesperre für alle Muslime durchzusetzen.

Der Täter hatte sich während der Tat als Sympathisant der islamistischen Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannt.


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

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