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Nach Cox-Mord: Merkel sorgt sich über "Radikalisierung der Sprache"

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  • Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich nach dem Mord an der britischen Abgeordneten Jo Cox
  • Sie mahnte dazu, "Andersdenkenden" mit mehr Respekt gegenüberzutreten
  • Eine Zusammenfassung von Merkels wichtigsten Aussagen findet ihr im Video oben

Nach der Ermordung der britischen Abgeordneten Jo Cox hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu mehr Respekt in der politischen Auseinandersetzung aufgerufen.

"Das ist ein schrecklicher Vorgang", sagte Merkel am Freitag in Berlin. "Ich glaube, dass die Lehre ganz allgemein daraus sein muss, dass wir einander mit Respekt begegnen müssen, auch wenn wir unterschiedliche politische Auffassungen haben."

Die teilweise Radikalisierung der Sprache trage nicht dazu bei, den gegenseitigen Respekt zu fördern.

"Andersglaubenden, Anderslebenden, Andersliebenden" mit Respekt gegenübertreten

Alle, die demokratische Spielregeln schätzten, seien aufgerufen, in der Wahl ihrer Sprache und Argumente Grenzen zu ziehen und Andersdenkenden und auch "Andersglaubenden, Anderslebenden, Andersliebenden" mit Respekt gegenüberzutreten.

"Sonst wird die Radikalisierung sicherlich nicht aufzuhalten sein", mahnte Merkel. "Politik kann nicht alles lösen, aber Politik kann einen Beitrag dazu leisten, in welcher Art und Weise die Auseinandersetzungen geführt werden."

"Cox Mord ist eine Mahnung"

Der schreckliche Mord an Cox sei eine Mahnung, dies überall und immer zu beherzigen.

Die Abgeordnete der Labour-Partei und Brexit-Gegnerin war in der nordenglischen Grafschaft Yorkshire auf offener Straße niedergestochen und niedergeschossen worden.

Die Tat ereignete sich nur wenige Tage vor der Brexit-Abstimmung, bei der die Briten am 23. Juni über Verbleib oder Austritt aus der EU entscheiden.

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(ben)