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Darum solltet ihr euren Kindern bei geringem Fieber kein Ibuprofen geben

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CHILD FEVER
Kind mit Fieberthermometer | Jupiterimages via Getty Images
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Ibuprofen ist die Allzweckwaffe gegen Erkrankungen aller Art - für Erwachsene wie Kinder. Das Schmerzmittel gilt als unbedenklich und zeigt schnell Wirkung - auch bei Fieber.

Deshalb geben viele Eltern ihren Kindern schon bei geringem Fieber Ibuprofen. Und Kinder leiden schnell und oft unter Fieber.

Ärzte warnen vor leichtfertigem Umgang mit Ibuprofen

Jetzt warnen immer mehr Ärzte davor, nicht leichtfertig bei geringem Fieber fiebersenkende Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol zu geben. Die American Academy of Pediatrics, eine Vereinigung amerikanischer Kinderärzte, bittet die Eltern, Fieber als das zu sehen, was es ist: Ein Symptom für eine Erkrankung.

Mit einer erhöhten Temperatur versucht der Körper, sich gegen eine Infektion zu wehren. Denn Bakterien und Viren können sich bei einer höheren Körpertemperatur nicht mehr so gut vermehren.

Wird diese natürliche Immunantwort durch fiebersenkende Medikamente gehemmt, kann sich der natürliche Heilprozess verzögern. "Dann besteht die Gefahr, den Infekt zu verschleppen", betonte Professor Martin Fleck von der Klinik für Innere Medizin der Universität Regensburg gegenüber der "Apotheken Umschau".

Das sollten Eltern tun, wenn ihr Kind unter Fieber leidet

Bei geringem Fieber hilft es, die Kinder erst einmal ins Bett zu stecken und sicherzustellen, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch Hausmittel wie Wadenwickel haben sich bewährt - außer, das Kind leidet unter Schüttelfrost.

Deutsche Kinderärzte empfehlen, fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol erst ab einer Körpertemperatur von 39 Grad zu geben. Dabei sollte man auf eine altersgerechte Dosierung achten und Rücksprache mit dem Hausarzt halten.

Die Mannheimer Apothekerin Sandra Nemetsche fügte in der "Apotheken Umschau" hinzu: "Wenn ein Kind sehr leidet oder zu Fieberkrämpfen neigt, sollte die Temperatur bereits ab 38,5 Grad gesenkt werden." Geringes Fieber ist meistens jedoch unbedenklich.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

(vr)