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Müll vermeiden: Diese App kann euch dabei helfen, nie wieder Lebensmittel wegzuwerfen

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FRESH FOOD
Die App Olio will Privathaushalten dabei helfen, weniger wegzuwerfen | Veniamin Kraskov via Getty Images
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  • Allein in Deutschland landen jährlich 18,4 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll
  • Zwei junge Amerikanerinnen haben nun eine App entwickelt, die dem Wegwerfen ein Ende bereiten soll
  • Bevor sie schlecht werden, können Lebensmittel an andere weitergegeben werden

Auch wenn es niemand gerne zugibt, tun wir es doch alle: Wir kaufen zu viel ein – und werfen einen Teil unserer Lebensmittel unangerührt in die Tonne.

Laut WWF landen so jährlich allein in Deutschland rund 18,4 Millionen Tonnen Nahrung im Müll – das sind unglaubliche 313 Kilo pro Sekunde.

Obwohl der Müll von Supermärkten und Restaurantketten größtenteils zu dieser dramatischen Zahl beiträgt, ist auch die Wegwerfmentalität in vielen Privathaushalten Teil des Problems.

App will Mit-den-Nachbarn-Teilen-Prinzip ausbauen

Denn: Jeder Einzelne kann dabei helfen, diese Zahl zu reduzieren. Doch was tun, wenn man zu viel eingekauft hat – und auch bei den direkten Nachbarn kein Bedarf ist?

Ein Team aus den USA will das Mit-den-Nachbarn-Teilen-Prinzip ausbauen, um Privathaushalten dabei zu helfen, weniger wegzuwerfen.

Olio heißt die App, die die beiden Amerikanerinnen Tessa Hook und Saasha Celestial-One Anfang 2016 gelauncht haben.


Nutzer können dort ein Foto, eine kurze Beschreibung des Zustands der Lebensmittel und Abholort und –zeit sowie den Preis angeben. Wer Bedarf hat, kann die verfügbaren Lebensmittel in seiner Gegend durchstöbern und diese direkt beim Besitzer anfragen.

Über 250.000 geteilte Lebensmittel

"Die Idee zu Olio kam, als ich am Tag meines Umzugs bemerkt habe, dass ich noch viel zu viele frische Lebensmittel im Kühlschrank hatte, die ich niemals mehr essen konnte – und aber gleichzeitig auch nicht wegwerfen wollte", sagte Hook im Interview mit der britischen BBC.

"Also bin ich herumgerannt, um jemanden zu finden, der die Sachen vielleicht will – und bin gescheitert". Genau diese Lücke versucht ihre App nun zu schließen - bisher mit großem Erfolg.

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Ein von OLIO (@olio_ex) gepostetes Foto am


Seit Januar wurde die App über 50.000 Mal heruntergeladen. Über 250.000 Lebensmittel konnten die beiden Frauen so vor dem Mülleimer bewahren.

Bisher wird die App vor allem in amerikanischen Großstädten und in London genutzt, doch das Unternehmen will dieses Jahr in 33 andere Länder – inklusive Deutschland – expandieren.


Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Artenschutz ist eines der größten Umweltziele weltweit. Einer der gefährdetsten Tiere ist der Ameisenbär in Costa Rica. Das Projekt Tropica Verde hilft dabei, den Bestand der kleinen Tiere in der Region zu sichern. Mit einer Spende könnt ihr die Familienzusammenführung unterstützen.

Noch immer werden Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne abgeschlachtet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere. Um die kümmert sich die Aktionsgemeinschaft Artenschutz, die ihr hier unterstützen könnt.

Das Projekt OroVerde - Die Tropenwaldstiftung hilft, eines der wertvollsten Regenwaldgebiete Guatemalas zu erhalten - indem Menschen aus aller Welt Bäume kaufen. Hier geht es weiter zum Projekt.

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