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Amsterdam will sauberer werden - mit dieser genialen Idee

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AMSTERDAM
Diese Idee aus Amsterdam könnte die Luft in unseren Großstädten verbessern | Tim E White via Getty Images
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Amsterdam hat in einigen Umweltfragen bereits richtungsweisende Entscheidungen getroffen, die als Vorbild für andere europäische Städte dienen. Viele gute Ideen gegen die klimaschädliche Wirkung von Metropolen kommen aus der niederländischen Stadt.

Alle Probleme aber hat Amsterdam noch nicht in den Griff bekommen. Eins davon: die Luftverschmutzung. Sie beeinträchtigt die Gesundheit der Bewohner massiv.

Denn: Trotz eines gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetzes und einer Fahrradfahrer-Dichte wie in kaum einer anderen Stadt, enthält die Luft in Teilen der Stadt gefährlich hohe Stickstoffdioxidwerte.

Viele Menschen sind sich der Gefahr nicht bewusst. Der niederländische Unternehmer Joris Lam will das ändern – und hat das “TreeWiFi” entwickelt.

Die Idee dahinter: Lam will in besonders gefährdeten Gegenden der Stadt kleine Kästen anbringen, die von außen aussehen wie hübsche Vogelhäuschen.

Kostenloses Wlan als Belohnung für gute Luftwerte

Im Inneren verbirgt sich allerdings kein Vogelfutter, sondern eine Technologie, die die Stickstoffdioxidwerte in der Umgebung messen soll.

Wenn die Werte gut sind, leuchtet das Häuschen grün auf. Als Belohnung wird dann kostenloses Wlan in der Gegend angeboten.

vogelhaus wlan

Wenn man sich ins Wlan einloggt, lernt man gleichzeitig mehr darüber, wie man die Stickstoffdioxidwerte weiterhin so niedrig halten kann.

Nutzen für die Forschung

Zudem werden alle Veränderungen der Luftqualität aufgezeichnet - somit können die Daten aus Lams Vogelhäuschen auch für die Forschung von Nutzen sein.

Finanziell unterstützt wird die Idee teilweise von einer Organisation namens Awesome Foundation, die jedes Jahr in vielversprechende Projekte investiert.

“Ich will, dass man einen klaren Vorteil darin sieht, heute mal das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen”, erklärt Lam auf deren Website. “Kostenloses Wlan und eine Straße voller leuchtender Bäume sind schon ziemlich toll, oder?”

Vier Minus für Amsterdam

Die Klimakampagne “Sootfree Cities” hatte Amsterdam im Zuge einer Untersuchung verschiedener europäischer Großstädte mit einer 4,25 benotet. Zum Vergleich: Berlin schnitt im selben Test mit einer 3,0 ab.

Grund hierfür seien fehlende Umweltzonen in der Innenstadt sowie ein fehlendes Verbot von Fahrzeugen mit hohem CO2-Ausstoß.

Wenn sich Lams Hoffnung bestätigt und die kleinen Häuschen tatsächlich dazu beiträgt, die Luftqualität in Amsterdam zu verbessern, könnte seine Idee sicher leicht auf andere Städte angewendet werden.

Denn: Frische Luft, kostenloses Wlan und leuchtende Vogelhäuschen hören sich tatsächlich ganz gut an - oder?

Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Artenschutz ist eines der größten Umweltziele weltweit. Einer der gefährdetsten Tiere ist der Ameisenbär in Costa Rica. Das Projekt Tropica Verde hilft dabei, den Bestand der kleinen Tiere in der Region zu sichern. Mit einer Spende könnt ihr die Familienzusammenführung unterstützen.

Noch immer werden Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne abgeschlachtet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere. Um die kümmert sich die Aktionsgemeinschaft Artenschutz, die ihr hier unterstützen könnt.

Das Projekt OroVerde - Die Tropenwaldstiftung hilft, eines der wertvollsten Regenwaldgebiete Guatemalas zu erhalten - indem Menschen aus aller Welt Bäume kaufen. Hier geht es weiter zum Projekt.

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(lk)