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Nach Alligator-Unfall: Diese Kinder stehen genau an der Stelle, an der das Unglück passierte

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Kein Schmerz der Welt ist größer, als der, das eigene Kind zu verlieren. Für Matt und Melissa Graves aus dem US-Bundesstaat Nebraska wurde der Alptraum vergangenen Dienstag ausgerechnet bei einem Ausflug nach Disney World in Florida zur traurigen Wirklichkeit.

Ihr zweijähriger Sohn wurde am Beach Resort der Anlage von einem Alligator gepackt und ins Wasser gezerrt, er starb an den Folgen der Verletzungen. Viele Mütter und Väter teilen seitdem Fotos von ihren Kindern, die ebenfalls genau an der Unglücksstelle gestanden haben - um den Graves, die ihren Sohn verloren haben, beizustehen. Sie wollen zeigen, dass auch gute Eltern manche Unfälle nicht verhindern können.

Andere Eltern stehen den Graves bei

Jennifer Venditti gehört zu den Müttern, die sich solidarisch zeigten. Ihr dreijähriger Sohn Channing spielte nur eine Stunde vor dem Alligatoren-Angriff an der Unfallstelle am Beach Resort. Auf ihrer Facebook-Seite schreibt sie, dass sich nur eine halbe Stunde nach Aufnahme der Bilder Helikopter auf die Suche nach dem Jungen machten, der das Pech hatte, nur kurze Zeit nach ihrem Sohn im Wasser zu sein.

Kritik an Matt und Melissa Graves sei dabei unangebracht, schreibt die Mutter. Sie stört sich an den Anschuldigungen anderer Eltern, dass die Graves ihre Aufsichtspflicht verletzt hätten - und ihnen so eine Mitschuld am Tod ihres Sohnes durch den Alligator geben. "Ich kann Ihnen versichern, an Alligatoren habe ich nicht gedacht, als Channing im Wasser war. Ich habe nicht daran gedacht, dass ein Alligator sich an einem solch kleinen, belebten Ort aufhalten könnte", schreibt Venditti.

Diese Ansicht teilt auch die Autorin Kristen Howerton, die ebenfalls mit ihrem Kind an der Unglücksstelle spielte. Auf ihrer Facebook-Seite schreibt sie, es sei einfach, alle Eltern über einen Kamm zu scheren, wenn ein solches Unglück passiere. "Wir wollen uns damit beruhigen, dass wir es selber besser gemacht hätten. Aber die Wahrheit ist, schlechte Dinge passieren auch guten Eltern und sie verdienen unser Mitgefühl, nicht unsere Verurteilung."

"Es waren eine Menge Kinder und Erwachsene am Strand"

Auch Disney-Besucherin Janice Croze, die 2012 mit ihrer Familie in Florida war, teilte ein Foto ihrer Tochter Olivia an der Unglücksstelle.

"Es waren eine Menge Kinder und Erwachsene am Strand. Niemals wäre es irgendjemandem von uns in den Sinn gekommen, dass es gefährlich ist", schreibt Croze auf ihrer Facebook-Seite.

Auch Bloggerin Melissa Fenton, Mutter von vier Kindern, springt den Graves in einem Appell auf Facebook bei, der bisher über 400.000 Mal geteilt wurde. "Eltern, ich bitte euch, hört auf andere Eltern zu beschuldigen", schreibt sie auf ihrer Facebook-Seite. Sie hat Recht. Der Verlust ihres Sohnes ist für die Graves schon schlimm genug.

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Kindern helfen

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(LM)