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Nach Zensur-Vorwürfen: ZDF setzt beim Deutschland-Spiel gegen Polen eigene Live-Kameras ein

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  • Beim Deutschland-Spiel gegen Polen setzt das ZDF eigene Kameras ein
  • Damit reagiert der Sender auf eine heftig geführte Zensur-Debatte

Das ZDF geht beim zweiten EM-Gruppenspiel von Weltmeister Deutschland gegen Polen auf Nummer sicher. Bei der Partie am Donnerstag (21 Uhr) werden zehn eigene Live-Kameras im Stade de France in Paris eingesetzt.

Sie können mit ihren Aufnahmen das Weltbild ergänzen und überspielen, falls die Regie der Europäischen Fußball Union (UEFA) wichtige Szenen ausblendet. Zuletzt hatte die UEFA Live-Bilder von den Ausschreitungen beim Spiel zwischen England gegen Russland bewusst nicht angeboten.

Kritik an ARD-Berichterstattung über Ausschreitungen russischer Hooligans

Dafür hagelte es vor allem für die ARD zuletzt heftige Kritik - die Zuschauer hatten beim Spiel England gegen Russland nur aus den Worten von Kommentator Oliver Schmidt erfuhren, welche Szenen sich auf den Rängen abspielten.

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Und auch bei der Anmoderation im Vorfeld der Partie fühlten sich viele Zuschauer nicht ausreichend über die brutalen Zusammenstöße russischer und englischer Hooligans in der Innenstadt von Marseille informiert.

ARD und ZDF hatten sich bei der UEFA beschwert

"Wir haben nur bei den deutschen Spielen eine ausreichende Zahl von Live-Kameras im Einsatz, um alles abdecken zu können", berichtete ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz.

ARD und ZDF hatten sich nach der Partie in Marseille über die Bildauswahl bei der UEFA beschwert. Der Verband wehrte sich gegen den vielfach geäußerten Vorwurf der Zensur und verwies darauf, dass die TV-Sender durchaus eigene Kameras in den Stadien einsetzen dürfen.

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind auch bei EM-Spielen ohne deutsche Beteiligung mit eigenen Kameras vertreten. "Aber diese sind nicht im Live-Einsatz, sondern für Nachberichte und Interviews gedacht", erläuterte Gruschwitz die Problematik.

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(lk)