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Mann beschimpft zwei Muslimas in der U-Bahn als "Bombenleger"- so reagieren die Fahrgäste

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SUBWAY NEW YORK
"Geht zurück wo ihr hergekommen seid": Mann beschimpft muslimische Frauen in New Yorker U-Bahn | shutterstock
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Die U-Bahn ist überfüllt am Montagmorgen des 13. Juni. Es ist Rushhour. Die meisten New Yorker sind auf dem Weg zur Arbeit. Dicht zusammengedrängt stehen sie im Waggon.

Da wird eine junge Frau auf einen eben zugestiegenen Fahrgast aufmerksam. Der Mann fängt an, zwei verschleierte Frauen zu beschimpfen. "Terroristische Ausländer" seien sie. Doch die U-Bahn-Gäste wehren sich.

Alle Gäste im U-Bahn Waggon setzen sich ein

"Geht zurück wo ihr hergekommen seid", ruft der aggressive Fahrgast den muslimischen Frauen zu. Aber statt wegzusehen, setzen sich die Fahrgäste des U-Bahn-Waggons für die beiden muslimischen Frauen ein.

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"Noch bevor ich etwas sagen konnte, brach der gesamte Wagen in Zorn aus. Ein schwarzer Mann, ein Rumäne, ein Schwuler, eine Gruppe Asiaten und einige andere Fahrgäste kamen den Frauen zu Hilfe und forderten den Mann dazu auf, die Frauen in Ruhe zu lassen und den Waggon zu verlassen." Das berichtet die junge Zeugin wenig später auf ihrer Facebook-Seite.

"Es ist uns scheißegal, wie andere aussehen

Zunächst lässt sich der pöbelnde Mann jedoch nicht beeindrucken, er geht sogar noch weiter: Beide Frauen sollen "das Land verlassen und ihre Bomben wieder mitnehmen", sagte er laut der Zeugin weiter.

Ein männlicher Fahrgast habe den Unruhestifter letztendlich mit klaren Worten dazu gebracht, den Wagen zu verlassen: "Das ist New York City. Der vielfältigste Ort der Welt. Und in New York schützen wir uns gegenseitig und es ist uns scheißegal, wie andere aussehen, wen sie lieben oder sonst was. Es wird Zeit, dass Sie diese Frauen alleine lassen, Sir."

Unter Jubelrufen sei der aggressive Mann schließlich ausgestiegen, berichtet die Augenzeugin auf ihrer Facebook-Seite. Sie gehört selbst dem muslimischen Glauben an.

In Anbetracht all der schlimmen Ereignisse sei es umso wichtiger, nicht zu vergessen, "dass so viel Gutes und so viel Liebe" existiere.

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(lk)