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CIA-Chef erklärt, warum der IS jetzt gefährlicher denn je ist

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JOHN BRENNAN
CIA Director John Brennan | Yuri Gripas / Reuters
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  • In Syrien und ihm Irak befindet sich der IS auf dem Rückzug
  • Doch nach Ansicht des CIA-Chefs hat die Bedrohung durch den IS nicht abgenommen

Verfolgt man die Nachrichten, entsteht schnell der Eindruck, dass die Terrormiliz Islamischer Staat kurz vor ihrem Ende steht: Ihre Geldquellen sind trockengelegt, und im Irak und Syrien werden ihre Kämpfer von irakischen und kurdischen Soldaten zurückgedrängt.

Doch das Bild täuscht, sagte CIA-Direktor John Brennan gestern in einer seltenen offenen Anhörung vor einem Senatsausschuss in Washington. Zwar sei der IS im Nahen Osten auf dem Rückzug - doch seine Fähigkeit, Attacken in westlichen Ländern auszuführen, habe er ausgebaut.

"Globale Reichweite" des IS wurde nicht reduziert

Einzelne Erfolge im Kampf gegen den IS haben nach Einschätzung der CIA nichts an der globalen Bedrohung der Terrorgruppe geändert.

Brennan sagte: "Ungeachtet aller Fortschritte gegen den IS auf dem Schlachtfeld und im Finanzbereich haben unsere Anstrengungen die Fähigkeiten und die globale Reichweite der Terrorgruppe nicht reduziert."

Er sagt voraus, dass es zu mehr Attentaten im Westen und Angriffen von "einsamen Wölfen" kommen wird. Nach Ansicht des CIA-Direktors hat der IS einen Apparat geschaffen, um Attacken gegen seine ausländischen Feind zu inspirieren und zu lenken.

Zudem habe der IS habe "einen großen Kader westlicher Kämpfer, die als potentielle Agenten für Attacken im Westen dienen können", sagte er.

Die CIA schätzt, dass es 18.000 bis 22.000 IS-Kämpfer in Syrien und dem Irak gibt. Im letzten Jahr sein es noch 33.000 gewesen. Der Zweig in Libyen habe 5000 bis 8000 Kämpfer.

Mit Material der AP

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