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EM 2016: 1,3 Millionen DFB-Trikots wurden verkauft - aber nicht immer zum empfohlenen Preis

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Das DFB-Trikot wurde bereits 1,3 Millionen Mal verkauft - nicht immer zum empfohlenen Preis | Carl Recine / Reuters
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  • Adidas hat bereits 1,3 Millionen DFB-Trikots verkauft
  • Händler halten sich nicht an empfohlenen Preis

Bei der Europameisterschaft läuft die deutsche Nationalmannschaft mit einem neu designten Trikot auf - ebenso wie viele ihrer Fans. 1,3 Millionen DFB-Trikots im aktuellen Design hat Adidas bereits dieses Jahr weltweit verkauft.

Jedoch nicht immer zum empfohlenen Preis um 85 Euro. Denn bereits vor der EM in Frankreich gab es die Fußball-Shirts für weniger 60 Euro. Sowohl im Laden wie auch im Internet hatten die Händler nämlich den Preis bereits reduziert.

Reduzierter Preis für das DFB-Trikot - "Schwachsinn"

Als "Schwachsinn" bezeichnet Adidas-Konzernchef Herbert Hainer diese Rabatangebote, die die Händler schon seit Wochen fahren. Das schreibt die "Süddeutsche Zeitung" online.

"Natürlich sind wir nicht zufrieden, wenn Händler noch vor dem Turnierstart das Trikot günstiger verkaufen", erklärte auch Adidas-Fußballchef Markus Baumann in Paris. Aber sie könnten es auch nicht verhindern, sagte er weiter.

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Und trotzdem ist man in der bayerischen Zentrale mit den Zahlen "sehr zufrieden" und rechnet im Fußball-Bereich für 2016 mit einem Rekordumsatz von 2,5 Milliarden Euro, nach 2,2 Milliarden Euro im Vorjahr.

Adidas verhandelt mit dem DFB

Aktuell verhandelt Adidas über einen neuen Vertrag mit dem DFB. Der im Herbst ausscheidende Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer berichtete von "konstruktiven Gesprächen".

Nähere Angaben wollte er bei der Pressekonferenz in Paris nicht machen. "Wir haben ein vernünftiges Angebot abgegeben", sagte Hainer.

Hooligans schlecht für den Sport

Der Adidas-Chef verurteilte zudem die Ausschreitungen von Hooligans während der Europameisterschaft in Marseille und Lille. "Das sind in der Regel kleine Randgruppen, die versuchen, den Fußball zu instrumentalisieren", sagte er.

Er glaube zwar nicht, dass Sponsoren wirtschaftlich direkt darunter leiden würden. "Aber das ist für den Sport generell schlecht, diese Bilder will mit Sicherheit keiner sehen."

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(lk)