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"Wo soll das enden?": Obama geht auf Trump los

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OBAMA
Der US-Präsident Barack Obama | Carlos Barria / Reuters
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  • US-Präsident Obama kritisiert die muslimfeindlichen Worte Donald Trumps ungewöhnlich scharf
  • Er sagt, sie spiegelten nicht "demokratischen Werte" wieder
  • Trump dagegen warf Obama vor, auf ihn wütender zu sein als auf den Attentäter

US-Präsident Barack Obama hat die antimuslimische Rhetorik des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump nach dem Massaker von Orlando verurteilt.

Trumps Ansichten seien eine Gefahr für die amerikanische Sicherheit und ein bedrohlicher Anklang an einige der beschämendsten Augenblicke der US-Geschichte, sagte Obama.

"Wo soll das enden?", sagte der sichtlich aufgebrachte Präsident. "Werden wir alle muslimischen Amerikaner anders behandeln? Werden wir damit anfangen, sie einer besonderen Beobachtung zu unterziehen? Werden wir beginnen, sie wegen ihres Glaubens zu diskriminieren?"

"Das ist nicht das Amerika, das wir wollen"

"Das ist nicht das Amerika, das wir wollen. Das spiegelt nicht unsere demokratischen Werte wider", sagte Obama zu Trumps Forderungen nach einem zeitweiligen Einreiseverbot für ausländische Muslime und einem anderen Umgang mit muslimischen US-Bürgern.

Diese Äußerungen hatte der Republikaner nach dem Massaker in einem Schwulenclub in Orlando mit 50 Todesopfern noch einmal bekräftigt und um ein weiteres Element ergänzt: ein Einwanderungsstopp aus Weltregionen mit einer Vergangenheit des Terrorismus gegen die USA und ihre Verbündeten. Zudem hatte er Obama wegen der Orlando-Tragödie den Rücktritt nahegelegt.

Wenig später sagte Trump bei einer Wahlkampfkundgebung in Greensboro in North Carolina, der Präsident sei offenbar wütender auf ihn als auf den Attentäter von Orlando.

"Das ist die Art von Wut, die er für den Schützen haben sollte und für diese Killer, die nicht hier sein sollten", rief er der Menge zu.

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