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Kaffee: WHO soll ihre Meinung zum Heißgetränk radikal geändert haben

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Weltgesundheitsorganisation soll Kaffee als nicht krebserregend einstufen | dpa
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  • Die WHO hat ihre Einschätzung zu Kaffee radikal geändert
  • Entgegen bisheriger Annahmen der Organisation soll das koffeinhaltige Getränk doch nicht krebserregend sein
  • Vielmehr soll Kaffee laut WHO im Gegenteil eine krebsvorbeugende Wirkung haben

Es ist eine 180-Grad-Wende, die die Weltgesundheitsorganisation jetzt vollzogen hat. Zumindest was die Einschätzung von Kaffee betrifft.

Die WHO hat am Mittwochnachmittag in einer Pressekonferenz ihre Einschätzung abgegeben, dass Kaffee doch kein Krebserreger ist. Vielmehr soll er gegen bestimmte Krebsarten sogar vorbeugen. Das berichtet das "Wall Street Journal".

Mit dieser neuen Annahme verändert die Weltgesundheitsorganisation ihre Haltung gegenüber Kaffee radikal. Vor 25 Jahren stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung, eine Abteilung der WHO, das Heißgetränk noch als krebserregend ein und blieb bisher bei dieser Einschätzung.

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Studien in den vergangenen Jahren sollen aber laut WHO gezeigt haben, dass es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Kaffee gebe. Die Forscher berufen sich dabei auf rund 1000 Studien, die von 23 Forschern unter die Lupe genommen wurden - und offenbar verdeutlichen, dass es keine Beweise dafür gibt, dass Kaffee krebserregend ist.

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Kaffee soll das Krebsrisiko in der Leber sogar verringern

Konkret beruft sich die WHO laut "Wallstreet Journal" auf Studien, die nahe legen, dass Kaffeetrinken das Risiko einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsen-, Brust- und Prostatakrebs nicht erhöht. Vielmehr würde es die Risiken nach Ansicht der Wissenschaftler für Krebserkrankungen in der Leber und Gebärmutterschleimhaut sogar verringern.

Das legt der Report des amerikanischen Instituts für Krebsforschung nahe, der sich auf eine Untersuchung des World Cancer Research Fund International stützt. "Zum ersten Mal hat ein fortlaufender, weltweiter Report herausgefunden, dass Kaffeetrinken das Risiko verringern kann, an Leberkrebs zu erkranken", schreibt das American Institute for Cancer Research (AICR) auf seiner Webseite.

Die Erkrankung an Leberkrebs nimmt in den USA stetig zu und weltweit führt diese Form oft zum Tod. "Kaffee enthält eine Vielzahl von natürlich vorkommenden Verbindungen, die derzeit auf ihr Antikrebs-Potential untersucht werden", schreibt die AICR weiter.

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(VR, LK)